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Panorama-Bild Skifahrer

Ort: Spiegelau, Bayerischer Wald

liegt auf 759 m

  • Betten: 1850
  • Einwohner: 4100
  • Restaurant: 8

Lichtblicke am Nationalpark Bayerischer Wald

Spiegelau ist ein staatlich anerkannter Erholungs- und Wintersportort direkt am Nationalpark Bayerischer Wald.

Wintersportler finden hier 9 Langlaufloipen mit über 60 km Länge. Es besteht ein Verbund mit der 150 km langen Bayernwaldloipe. Zudem stehen etwa 230 km Loipen der weiteren Nationalparkgemeinden und eine Nachtloipe in Klingenbrunn mit 2 km langem Rundkurs (klassische Loipe und Skating-Loipe) zur Verfügung.

Das Skigebiet bietet einen Schlepplift (Reichenberg) und ist für Anfänger sehr gut geeignet. Wer es ruhiger mag, der findet auf über 60 km geräumten Wander- und Spazierwegen Ruhe und Erholung.

Abwechslung bietet auch der idyllische Kurpark mit geräumten Wanderwegen, beleuchteter Loipe und romantischen Seen, Eislauf und Eisstockschießen auf Natureis. Weiter gibt es noch eine Rodelbahn, ein Wintersportgeräteverleih, Pferdeschlittenfahrten, Führungsprogramm des Nationalparks, geführte Erlebnis-Skiwandertouren, Schneeschuhtouren und romantische Fackelwanderungen.

Glashüttenbesuch

Spiegelau ist die Station der Glasstraße. Die Route von Neustadt an der Waldnaab bis nach Passau verbindet historische Glasorte. Hütten faszinieren mit traditionellen bis avantgardistischem Design, Glasmuseen dokumentieren die Geschichte des Jahrtausende alten Werkstoffs.

Ein faszinierendes Schauspiel! Die Glasmacher-Teams rund um den Schmelzofen arbeiten Hand in Hand. Der eine erhitzt das Glas, zieht es in Form. Ein zweiter dreht die zähe Masse. Wieder kurz in den Ofen, noch ein Stück Glas wird aufgepfropft. Einer der Männer bläst das Glas. Aus der glühenden Glasschmelze formen die Meister hauchzarte Kunstwerke.

Brauchtum

Franz von der Trenck, der Pandurenobrist, hält jedes Jahr am dritten Wochenende im Juli Hof in Spiegelau. Leider kein feiner Charakter. Der Schurke verlangt nämlich vom Bürgermeister die Übergabe des Ortes, raubt die Gemeindekasse und macht sich auf und davon. Hintergrund: Während des östereichischen Erbfolgekriegs Mitte des 18. Jahrhunderts schickte die Kaiserin Maria Theresia ihre Panduren als Vorhut nach Bayern, um Städte und Orte zu plündern. Dabei sind die Freischärler auch in Spiegelau vorbeigekommen, selbst wenn bei den Glasmachern damals nicht viel zu holen war. Das historische Spektakel beim Pandurenfest erinnert an die Bedrohung. Schauspieler und Reiter der berühmten Waldmünchener Trenck-Spiele kassieren jedes Jahr das Säckel des Bürgermeisters. Und dann wird kräftig gefeiert.

Wissenswertes

Das nächste Krankenhaus "Grafenau" ist 8,0 km entfernt.

Der nächste Bahnhof "Spiegelau"