Skigebiets-Informationen

Das Hauptskigebiet Alta Badias, die sanften Carvinghänge um Piz Sorega, Piz La Ila und Col Alt, ist von San Cassiano, La Villa und Corvara aus gut zu erreichen und bringt nur Anfänger ins Schwitzen. Etwas schwierigere rote Pisten führen hinab ins Tal zu den einzelnen Orten. Einzige Ausnahme: Die legendäre Riesenslalomstrecke Gran Risa am Piz La Ila. Skifahrerisch am günstigsten liegt als Teil der Sella Ronda Corvara. Hier kann man sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn die großartige Skirunde um das Sellamassiv starten. Oder einen Abstecher ins landschaftlich wunderschöne Edelweisstal machen – vis-a-vis der Sella und des Mittagstals, durch das eine schöne Variantenabfahrt führt. Badia ist über La Villa ans Skigebiet angeschlossen, hat mit Santa Croce aber auch eigene Liftanlagen zu bieten.

Skifahren und Freeriden

Schönwetter-Fahrer kommen die ganze Saison auf ihre Kosten. Denn das Hochabteital, wie Alta Badia auf Deutsch heißt, liegt in einer sonnigen Senke. Die dramatischen Felstürme von Sellastock, Sassongher, Cir-Gruppe und Ciampiac stoßen hier auf sanfte Almhügel. Von den insgesamt 130 Pistenkilometern des Skikarussells oberhalb von Colfosco, Corvara, San Cassiano und La Villa sind nur sechs Prozent als "schwer" ausgezeichnet, mehr als die Hälfte aller Abfahrten ist blau markiert, also leicht und damit auch für Einsteiger problemlos zu bewältigen. Dennoch finden auch Cracks in Alta Badia echte Schmankerl: Die "Gran Risa" nach La Villa bringt die Oberschenkel selbst guter Fahrer zum Brennen. Schließlich wird hier jedes Jahr der wahrscheinlich schwierigste Riesenslalom im gesamten Weltcup ausgetragen. Zudem verläuft die 26 Kilometer lange Sella-Umrundung direkt durch Corvara und Colfosco, ein Abstecher zu den anspruchsvollen Hängen von Arabba oder Wolkenstein bietet sich daher geradezu an. Legendär ist die Tourenabfahrt durch das Mittagstal, das den Sellastock von Nord nach Süd durchschneidet. Mittags, wenn die Sonne das enge Tal zwischen den Felswänden für ein, zwei Stunden ausleuchtet, ist die beste Zeit, die dreieinhalb Kilometer lange Tour nach Colfosco zu wagen. Vorsicht: Nur für wahre Könner.

Die Lifte

Der Komfortanspruch von Alta Badia schlägt sich auch weitgehend im Skikarussell nieder. Immer mehr kuppelbare Sesselbahnen sorgen für ein reibungsloses – und schnelles – Bergauf. Allerdings, je weiter man sich von den zentralen Bahnen und der Sella Ronda entfernt, desto rustikaler wird der Eindruck. Hier gibt es noch viel zu tun.

Die Hütten

In Alta Badia könnten viele Hütten schöne Aussicht heißen. Spektakulär ist der Blick vom Rifugio Forcelles zu Fuße des Cir ins Mittagstal gegenüber. Bei Sonnenschein kann man von der Terrasse die Freerider als kleine schwarze Punkte auf ihrem Weg ins Tal verfolgen. Eine der schönsten Jausenstationen schlechthin ist die Scotoni-Hütte an der Abfahrt vom Lagazuoi, traumhaft zwischen senkrechten Felswänden und vereistem Wasserfall gelegen. Drinnen kocht der Küchenchef auf offenem Feuer ladinische Spezialitäten. Mit Blick auf Marmolada, Sella-Massiv und Langkofel speist man im "Club Moritzino" auf dem Piz La Ila. Eine alpine Besonderheit: Hier stehen gegrillte Langusten, Spaghetti mit Muscheln und Scampi auf der Speisekarte. Täglich fangfrisch aus der Adria, wie Wirt Moritz Craffonara versichert. Die Mühe lohnt sich für ihn: Seine Gourmethütte ist von morgens bis abends rappelvoll.

Après-Ski

Wer im Skiurlaub ausgiebiges Nachtleben sucht, sollte sich anderweitig orientieren. In Alta Badia lässt man den Skitag bei einem guten Glas Wein ausklingen. Die Stammgäste schätzen die Stille und den familiären Ton. Feucht-fröhlich geht es nach Liftschluss nur vereinzelt zu und wenn, dann in Corvara: zum Beispiel in der Alten Mühle oder in der Bar Toccami im Hotel Marmolada. Einzige Disco ist die Posta Zim Taverne. Auch im "Club Moritzino" kann man abends tafeln und feiern: Eine Pistenraupe karrt die Gäste dreimal in der Woche auf den Piz La Ila zum Essen und Tanzen und bringt sie nachts wieder ins Tal.

Und sonst?

Die Kochkunst hat in der ladinischen Welt eine jahrhundertelange Tradition. Kein Wunder, dass sich Alta Badia zu einem Feinschmeckerziel ersten Ranges entwickelt hat. Allein der "Guide Michelin" hat drei Restaurants des Tales ausgezeichnet: die Stüa de Michil in Corvara, eine Bauernstube aus dem 17. Jahrhundert wie auch das St. Hubertus im Hotel Rosa Alpina (zwei Sterne) und das La Siriola, beide in San Cassiano. Doch auch jenseits der Gourmettempel wird guter Geschmack groß geschrieben. In einfachen Bauernstuben kann man deftige regionale Speisen genießen. Im 200 Jahre alten Runch-Hof in Badia zum Beispiel kocht die Bäuerin mit Spinat und Quark gefüllte Teigtaschen, Gerstensuppe, Schlutzkrapfen und Schweinshaxn. Immer frisch, immer dasselbe. Serviert wird pünktlich um halb acht. Wie ein Gourmetlokal ist die Stube oft 20 Tage im voraus ausgebucht.


Beschneiung

Gebiet zu 68 % beschneit


Besondere Pisten in Alta Badia

NamePistentypSchwierigkeitLänge
Vallon - Corvaralängstemittel4,30 km
Gran Risa - La Villaschwersteschwer7,00 km


Rodelbahnen Alta Badia

Rodelbahnen im Ort Corvara
Pralongià/Cherzplateau - Jägerweg - Park
Länge: 2,50 km
Rodelbahnen im Ort St. Kassian
Pralongià/Störes Plateau - Armentarola
Länge: 2,00 km
Rodelbahnen im Ort Wengen
Spëscia - Armentara - La Crusc
Länge: 8,00 km

Angebot für Snowboarder

Snowboard im Skigebiet
Snowpark:geschlossen

Der Snowpark Alta Badia befindet sich am Piz Sorega Plateau, zwischen den Pisten La Fraina und Ciampai. Hier warten Boardercross, Rails und Jumps mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden auf dich. Der Park ist in 2 Bereiche unterteilt: Der obere Teil für fortgeschrittene Freestyler und Snowboarder, der untere Teil für Anfänger.





Meldungen aus den Skigebieten

27.12.2011, Europa, Event

Tour de Ski

Die Tour de Ski wird im Dezember 2011 und Januar 2012 in Deutschland und Italien stattfinden.

25.11.2011, Alta Badia, Event

FIS Alpine Ski World Cup Alta Badia

Am 18. und 19. Dezember findet in Alta Badia der spektakuläre FIS Alpine Ski World Cup statt.