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Neue Bauprojekte in der Zillertal Arena

Das Modernisierungsprojekt soll bis zur Saison 2020/21 abgeschlossen sein

Die Zillertal Arena plant in den nächsten Jahren ein großes Modernisierungsprojekt im Bereich des Übergangs zwischen Zell am Ziller und Gerlos. Unter anderem soll bis zur Wintersaison 2020/21 eine 10er-Gondelbahn den langen Krimml X-Press ersetzen.

Der Sessellift Krimml X-Press in der Zillertal Arena, Blickrichtung Wilde Krimml
Krimml X-Press, Blickrichtung Wilde Krimml © Schneemenschen GmbH

Der Übergang zwischen Zell und Gerlos ist besonders witterungsanfällig

Die Zillertal Arena ist mit 143 Pistenkilometern das größte Skigebiet im Skiverbund Zillertal. Besonders beliebt bei den Wintersportlern ist die Ausdehnung des Skigebiets und speziell die landschaftlich eindrucksvolle Naturschneepiste Wilde Krimml, die den Übergang zwischen den Orten Zell am Ziller und Gerlos bildet. Sie erstreckt sich zwischen dem Übergangsjoch auf 2.500 Meter und der Talstation der Sesselbahn Teufeltal auf 2.000 Meter. Wegen der sonst unberührten Natur in der Wilden Krimml ist die Verwendung von Schneeerzeugern nicht erlaubt.

Dies wurde in den letzten Jahren durch den Schneemangel in der Vorsaison immer wieder zum Problem, weil die Skiverbindung zwischen Zell am Ziller und Gerlos so einige Male erst verspätet geöffnet wurde. Somit konnten die Skifahrer nur einen Teil des gesamten Skiangebots nutzen: In den Saisons 2014/15 und 2015/2016 stand die wichtige Verbindung erst Anfang Januar und somit nach den Weihnachtsferien zur Verfügung.

Talstation des Krimml X-Press in der Zillertal Arena
Krimml X-Press auf 2.405 Metern © Schneemenschen GmbH

Da die Zillertal Arena außerdem bekannt für den Komfort und die Modernität ihrer Skilifte ist, genügt der 4er-Sessel Krimml X-Press den eigenen Ansprüchen nicht mehr.

Deshalb wurde beschlossen, den gesamten Übergang von Gerlos nach Zell am Ziller in einem zweistufigen Großprojekt zu modernisieren. Wir haben uns mit der Betriebsleitung der Zillertal Arena getroffen, um mehr über die zukünftigen Projekte zu erfahren.

Drei neue Liftanlagen modernisieren den Übergang zwischen Zell am Ziller und Gerlos

Im ersten Schritt soll eine 10er-Gondelbahn den fix geklemmten 4er-Sessel Stoanmandl auf der Bergseite Gerlos ersetzen. Der Bau hat bereits begonnen und die Gondelbahn wird voraussichtlich pünktlich zur Saison 2019/20 in Betrieb genommen.

Pistenplan der Zillertal Arena
Pistenplan der Zillertal Arena © Zillertal Arena

Im zweiten Schritt löst eine weitere witterungsunabhängigere 10er-Gondelbahn den Krimml X-Press ab: Sie verbindet das Übergangsjoch mit der Talstation der 4er-Sesselbahn Teufeltal auf direktem Weg. Zum einen verkürzt sich so die Fahrtzeit deutlich, zum anderen steigt die Beförderungskapazität im Vergleich zur derzeitigen 4er-Sesselbahn erheblich. Zusätzlich kann die Verbindung zwischen Zell am Ziller und Gerlos auch bei schlechter Schneelage aufrecht erhalten werden, da die Gondel die Wintersportler in beide Richtungen befördern kann. Die Fertigstellung ist für die Saison 2020/21 geplant.

Vergrößerter Pistenplan der Zillertal Arena im Bereich des Übergangsjochs
Pistenplan im Bereich des Übergangsjochs © Zillertal Arena

Zeitgleich mit der neuen Gondelbahn ist eine weitere Neuerung bis 2020 geplant: Die Verbindung zwischen dem Übergangsjoch und dem restlichen Skigebiet wird durch eine 8er-Sesselbahn modernisiert. Hierbei ersetzt die moderne Sesselbahn mit Wetterschutzhaube und Sitzheizung die veraltete 2er-Sesselbahn Kapauns. Die Streckenführung wird ebenfalls verändert: Die neue Talstation liegt im Vergleich zur bisherigen Talstation des Kapaunslifts etwas tiefer, um die Piste zu verlängern. Darüber hinaus führt die neue 8er-Sesselbahn direkt auf das Übergangsjoch und hat eine Kapazität von 3000 Personen/Stunde. Die Bauleitung hat sich für diesen Lifttyp entschieden, weil eine 8er-Sesselbahn deutlich windstabiler ist als eine 6er-Sesselbahn. Außerdem ist die neue Streckenführung so ausgerichtet, dass die häufigen Windböen aus dem Nordwesten parallel zu der Sesselbahn verlaufen, um die Windanfälligkeit zu reduzieren.

Talstation des 2-er Sessellifts Kapauns in der Zillertal Arena
2-er Sessellift Kapauns © Schneemenschen GmbH

Rückblick auf die Investitionen der letzten Jahre

Die Zillertal Arena hat seit dem Jahr 2000 große Investitionen in Höhe von 87 Millionen getätigt. Vor allem der Bau der Talabfahrt nach Zell am Ziller wurde wegen des steilen Geländes, der hohen Baukosten und der niedrigen Tallage von Zell am Ziller mit 580 Metern zunächst kritisch gesehen. Knapp drei Jahre nach der Eröffnung in der Saison 2015/2016 fällt die Bilanz der Betriebsleitung der Zillertal Arena sehr positiv aus: In der letzten Saison 2017/2018 war die Talabfahrt bis zum 28.03.2018 geöffnet und stand den Wintersportlern während der gesamten Hauptsaison zur Verfügung. Zudem ist die Piste mit 65 % Gefälle im Schlusshang selbst für Könner eine echte Herausforderung. Es gibt unerwartet viele Wiederholungsfahrten, was für die gute Resonanz spricht.

Der Ausbau der Schneeerzeuger steigert die Schneesicherheit in der Zillertal Arena

Zusätzlich wurde in den letzten Jahren stark in die technische Beschneiung investiert. In der aktuellen Saison 2018/2019 wurde ein großer Beschneiungsteich in der Nähe der Bergstation Rosenalmbahn im Skigebiet Zell am Ziller mit einem Fassungsvolumen von 150.000 m³ eröffnet. Mit dessen Hilfe können nahezu 100 % der Pisten technisch beschneit werden. Abgesehen davon ist durch diesen Speicherteich eine gleichzeitige Beschneiung mehrerer Pistenregionen möglich.

Im Normalfall wird die Grundbeschneiung Ende November durchgeführt, damit zum Saisonstart Anfang Dezember möglichst viele Pisten befahrbar sind. Da es in Zukunft vermutlich nur noch kürzere Kältephasen geben wird, in denen man technisch beschneien kann, ist das Ziel der Zillertal Arena, die Grundbeschneiung innerhalb von 72 Stunden durchzuführen. Für die Umsetzung dieses Ziels sind für die nächsten Jahre weitere Investitionen in der Schneeerzeugung geplant.

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