Co-Pilot im Pistenbully

Mit 400 PS über die Pisten fliegen

Co-Pilot im Pisten-Brummi: Wer immer schon im Pistenbully mitfahren wollte, hat jetzt in Tirol die Möglichkeit dazu. Mit 400 PS walzt der Elftonner den Schnee platt.

Co-Pilot im Pistenbully
Jessica Müller aus Kempten
© Skilifte Jungholz

"Total cool, echt total toll!" – Jessica Müller begleitet Markus Kleinheinz zum 3. Mal

Auf der Bergstation des Sorgschrofenliftes in Jungholz ist kein Mensch mehr zu sehen, längst ist die Sonne verschwunden und die Schatten der Nacht machen sich breit. Jessica Müller sieht in der Ferne die Lichter ihrer Heimatstadt Kempten. Angst? Keine Spur! Die 15jährige sitzt im warmen Führerhaus des Pistenbullys. Neben ihr greift Markus Kleinheinz nach dem großen Hebel am Dach der Kabine. "Das ist der Suchscheinwerfer", erklärt er seiner jungen Begleiterin und tastet mit dem starken Lichtkegel die beiden Abfahrten und den Waldrand ab. Markus dreht das schwere Fahrzeug langsam talwärts, es kippt leicht nach vorne. Er setzt die breite Gitterschaufel auf dem Schnee auf. Mit einem leisen Surren rollt der Bully den Steilhang hinunter. Jessica nimmt die Schneefläche genau ins Visier. "Total cool, echt total toll!"

Pistenbully für alle: Gutschein ausfüllen und los geht´s

Im Tannheimer Tal dürfen Gäste als Co-Piloten bei der Pistenpräparierung mit dabei sein. Man füllt online den "Pistenbully Gutschein" aus und kommt am vereinbarten Tag nach Jungholz. Hans Hatt, Geschäftsführer der Skilifte Jungholz erklärt: "Fast jeden Tag kommen Anmeldungen und zwar quer durch alle Gesellschaftsschichten. Unsere älteste Passagierin war eine 85jährige Dame, die zeitlebens wissen wollte, wie man die Pisten in Schuss bringt." Besonders begeistert seien aber Kinder im Grundschulalter, weiß Hatt.

Co-Pilot im Pistenbully
Pistenbully mit 400 PS
© Skilifte Jungholz

So trifft stets um 16:30 Uhr eine kleine Gruppe beim Kassenhaus der Jungholzer Bergbahnen ein. An diesem Tag ist auch Jessica Müller dabei, übrigens schon zum dritten Mal. Zwei Pistenbullys werden heute Fahrgäste mitnehmen. Für den bequemen Einstieg stellt man ein Stufenpodest vor die hohe Räderkette. Mit einem fröhlichen "Hallo Markus", schwingt sich Jessica in den weichen schwarzen Polstersessel. Der Lenkerplatz neben ihr gleicht dem Cockpit eines Fliegers. Im Halbkreis vor Markus Kleinheinz leuchten zehn Anzeigeuhren, fast 50 Kippschalter, GPS und der Schneetiefen-Monitor, in der Mitte das große Steuerrad. "Das sieht aus wie bei den Rennauto-Computerspielen", meint Jessica.

Knall rot und elf Tonnen schwer

Der Kässbohrer Pistenbully startet. 400 PS spürt man schon, gerade so, wie wenn sich ein riesiger Lastzug in Gang setzt. Das elf Tonnen schwere Arbeitsgerät im knallroten Metallkleid fährt am linken Pistenrand des Schwandliftes bergwärts, dann rechts zurück, das Gleiche um jeweils 6 Meter versetzt bis die gesamte Fahrbahn wie glatt gebügelt wirkt. Dann nimmt sich Markus den Sorgschrofenlift vor, danach den Bischlag-Hang und kehrt schließlich zur Talstation zurück. Mittlerweile ist es völlig dunkel. Jessica strahlt vor Begeisterung. "Zwei Stunden haben wir jetzt alles platt gewalzt. Das ist echt Hammerarbeit", meint Jessica. Ihre Freundinnen in der Mittelschule Immenstadt werden staunen!

600 Pistenfahrzeuge sind im Einsatz

Das Familienskigebiet in Jungholz findet mit drei "Mittelklasse"-Geräten das Auslangen. Zur Bearbeitung der gesamten Tiroler Pistenfläche sind etwa 600 Pistenfahrzeuge im Einsatz. Sechs Prozent der Bergbahn-Investitionen entfallen auf neue Fahrzeuge – etwa 20 Mio Euro pro Jahr. "Erstklassig präparierte Pisten, das bedeutet für uns eben Qualität", zieht Geschäftsführer Hans Hatt Resümee.

Weitere Infos über das Familienskigebiet Jungholz gibt es hier!

Lust auf eine Fahrt mit dem Pistenbully?

Pistenbully fahren in Jungholz im Tannheimer Tal: Hier geht's zum Pistenbully Gutschein!

Nach Oben