Ischgl ist das größte klimaneutrale Skigebiet der Alpen

Dank eines Bündels an Maßnahmen ist Ischgl klimaneutral

Ischgl zeigt, dass Ökologie und Wirtschaft vereinbar sind und hat mit verschiedenen Maßnahmen erreicht, dass der gesamte Ski- und Gastronomiebereich klimaneutral gestaltet wird. Damit nimmt das Skigebiet Ischgl eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz ein.

Übergabe des Klimaneutral-Zertifikats an Ischgl
Übergabe des Klimaneutral-Zertifikats an Ischgl © Silvrettaseilbahn AG

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde zunächst gemeinsam mit Vitalpin und ClimatePartner die aktuellen Treibhausgasemissionen ermittelt. Danach wurde festgelegt, welche Maßnahmen zur Einsparung Ischgl ergreifen kann und diese Reduktionen umgesetzt. Alle Emissionen, die darüber hinaus nicht vermeidbar sind, werden ab der Saison 2019/20 von der Silvrettabahn AG ausgeglichen.

Ischgl unterstützt Aufforstungsprojekte in Peru und in Paznaun

Um den CO2-Ausstoß des Skigebiets auszugleichen, investiert Ischgl in ein zertifiziertes Aufforstungsprojekt in Peru. Dies hat sich zum Ziel gesetzt, die illegale Abholzung des Amazonas-Regenwalds zu bremsen und aufzuhalten. Da die Silvrettabahnen nicht nur in ein weltweites Projekt investieren wollten, werden zudem regionale Programme in Paznaun und Ischgl unterstützt und vor Ort neue Bäume gepflanzt.

Umgesetzte und geplante Projekte für den Klimaschutz in Ischgl

Schon in den vergangenen Jahren hat das Skigebiet einiges in Sachen Klimaschutz getan: So werden pro Jahr rund 80.000 Liter Heizöl und damit verbunden 244 Tonnen CO2 dank Solar- und Wärmerückgewinnung eingespart. Außerdem erfolgt die Beheizung des Bergrestaurants “Ischgl Slope Food” und der Gampenbahn E4-Talstation mit Erdwärme und so fossilfrei.

Restaurant Idalp mit Sonnenkollektoren im Skigebiet Ischgl
Restaurant Idalp mit Sonnenkollektoren © Silvrettaseilbahn.de

Gespart wird auch bei der Schneeerzeugung: Dank der Schneehöhenmessung per GPS, die in allen Pistenbullys möglich ist, muss nur genau so viel und dort Schnee maschinell hergestellt werden, wie auch gebraucht wird. Zudem hat Ischgl massiv in das Skibusnetz investiert, um den individuelle Verkehr der Wintersportler zu reduzieren.

Für die kommenden Jahre sind weitere Projekte zur weiteren CO2-Einsparung geplant: So sollen Hybrid-Pistenbullys angeschafft werden, die 20% weniger Treibstoff als herkömmliche Pistengeräte verbrauchen. Außerdem wird die neue Silvretta Therme, die zur Saison 2022/23 eröffnen soll, weitgehend mit Erdwärmesonden beheizt. Dies bedeutet umgerechnet rund 1.300 Tonnen CO2-Ausstoß weniger pro Jahr!

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