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V-Projekt in der Jungfrau Region

Highlight des Projekts ist die längste 3S-Bahn der Alpen

Das V-Projekt umfasst den Neubau von zwei langen Seilbahnen im Skigebiet Grindelwald-Wengen. Die neuen Bahnen erschließen den Eigergletscher und den Männlichen.

Visualisierte 3S-Gondel des Eigerexpress' vor der Eiger-Nordwand in der Jungfrau Region
3s-Gondel des Eigerexpress' © jungfrau.ch

Erster Schritt: Leistungsstärkere Gondel von Grindelwald auf den Männlichen

Die neue 10er-Gondelbahn Grindelwald-Männlichen ersetzt die gleichnamige 4er-Gondelbahn aus dem Jahr 1978. Die Förderleistung der wichtigen Zubringerbahn wird von 900 auf 1.800 Personen/Stunde verdoppelt. Gleichzeitig verkürzt sich die Fahrzeit der 6.100 Meter langen Gondelbahn von 30 auf 19 Minuten. Damit gehört die Aufstiegsanlage zu den längsten Einseilumlaufbahnen der Alpen. Die Talstation liegt auf 937 Metern und überwindet bis zur Bergstation auf 2.225 Meter insgesamt 1.288 Höhenmeter. Für Wiederholungsfahrten wird wie beim Vorgänger eine Mittelstation gebaut. Dadurch können die vielfältigen Pisten zwischen dem Männlichen und dem Holenstein genutzt werden. Zusätzlich werden die 4er-Sesselbahnen Männlichen und Läger durch die leistungsstarke Gondel entlastet. Die Mittelstation ist zudem von Vorteil, da der Talort Grindelwald auf niedrigen 944 Metern liegt, sodass die Talabfahrt unterhalb der Mittelstation besonders in der Vorsaison und kurz vor Saisonende oftmals geschlossen ist.

Pistenplan des Skigebiets Grindelwald-Wengen
Pistenplan Grindelwald-Wengen' © Jungfrau.CH

Nach der Skisaison im April 2019 wird die alte Bahn abgerissen und die Bauarbeiten der neuen Gondelbahn fertiggestellt. Die Inbetriebnahme ist pünktlich für die nächste Wintersaison 2019/20 am 14. Dezember 2019 geplant.

Die wichtigsten Daten der Einseilumlaufbahn Grindelwald-Männlichen:

  • Typ: 10er-Gondelbahn
  • Fertigstellung: Wintersaison 2019/2020
  • Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s
  • Fahrzeit: 19 Minuten
  • Beförderungskapazität: 1.800 Personen/Stunde

Längste 3S-Bahn der Alpen zum Eigergletscher wird zur Wintersaison 2020/21 fertiggestellt

Das Highlight des V-Projekts ist eine 3S-Bahn von Grindelwald Grund bis zum Eigergletscher auf einer Höhe von 2.328 Metern. An der Bergstation besteht der direkte Anschluss zur weltberühmten Jungfraubahn. Diese befördert die Besucher auf das Jungfraujoch, auch bekannt als “Top of Europe”.

Visualisierter Bahnhof der Jungfraubahn an der Bergstation des Eigerexpress in der Jungfrauregion
Bahnhof Jungfraubahn-Eigerexpress © jungfrau.ch

Nach der Fertigstellung wird die Fahrzeit von Grindelwald bis zum Jungfraujoch auf ca. 45 Minuten verkürzt. Das ist eine erhebliche Zeiteinsparung um 43 Minuten. Damit wird der Zugang zum Jungfraujoch im gesamten Jahr aufgewertet.

Bergstation Eigerexpress und Bahnhof der Jungfraubahn auf dem Eigergletscher in der Jungfrau Region
Bergstation Eigerexpress und Bahnhof Jungfraubahn © jungfrau.ch

Gleichzeitig wird der Einstieg in das Skigebiet deutlich beschleunigt und komfortabler gestaltet. Von der Bergstation gibt es zahlreiche Pisten mit unterschiedlichem Schwierigkeitscharakter, die wegen ihres Panoramablicks auf die Eigerwand berühmt sind. Der Eigerexpress verläuft teilweise parallel zur Nordwand des Eigers und erhöht das Bergerlebnis “Eiger” für alle Besucher.

Die 3S-Bahn besitzt die Vorteile der Einseilumlaufbahnen und ist gleichzeitig windbeständig wie die Pendelbahnen. Das exponierte Gelände und die teils starken Fallwinde von der Eiger-Nordwand führen oftmals zu Sturmböen. Die 3S-Bahn kann den Betrieb bei Windböen bis zu 100 km/h fortführen.

Bauarbeiten erfordern Hochleistung zur pünktlichen Fertigstellung

Schwere Maschinen und Bagger an einem Felsdurchgang an der Bergstation des Eigerexpress'
Bauarbeiten Bergstation Eigerexpress © jungfrau.ch

Bis zum Januar 2019 wurden bereits über 100 Millionen Franken für das V-Projekt ausgegeben. Die Gesamtsumme des gesamten Projekts soll bis zu 400 Millionen Franken betragen. Der Baustart hatte sich zunächst um einige Monate verschoben, sodass die Baustellenleitung zur pünktlichen Fertigstellung November 2020 unter Zeitdruck steht. Der Zeitplan der Bauarbeiten ist sehr knapp bemessen, sodass auch während der Wintersaison weitergebaut wird. Im März 2019 wurde verkündet, dass der Durchbruch des Durchgangs von der Bergstation zur Jungfraujochbahn gelungen sei.

Durch die hochwertige Technik sind die Anschaffungskosten sehr hoch. Jedoch werden für die Überbrückung der 1.400 Höhenmeter und der Streckenlänge von 6.500 Meter nur sieben Stützen benötigt. Damit ist der Eingriff in die einzigartige Natur und das Landschaftsbild möglichst gering, was ein wichtiger Punkt für die Genehmigung und Umsetzung war. Es ist ebenfalls keine Waldrodung oder Bebauung von Waldschneisen nötig.

Fertige Stütze des Eigerexpress' in der Jungfrau Region
Fertige Stütze des Eigerexpress' © jungfrau.ch

Die wichtigsten Daten der 3S-Bahn Eigerexpress:

  • Typ: 3S-Bahn mit 28 Sitzplätzen
  • Fertigstellung: Wintersaison 2020/21
  • Fahrgeschwindigkeit: 7 m/s
  • Fahrzeit: 15 Minuten
  • Beförderungskapazität: 2.400 Personen/Stunde

Terminal Grindelwald als Verkehrsknotenpunkt der Region

Nicht nur im Skigebiet direkt werden ausführliche Modernisierungsarbeiten durchgeführt. Zu dem gesamten V-Projekt gehören acht Elemente. Unter anderem entsteht in dem gemeinsamen Terminal der Talstation vom Eigerexpress und der 10er-Gondelbahn Grindelwald-Männlichen ein zentraler Verkehrsknotenpunkt mit zahlreichen Dienstleistungen. Für die Autofahrer wird in direkter Nähe zum Terminal ein Parkhaus mit über 1.000 Parkplätzen gebaut. Außerdem können die Gäste direkt vom Bahnhof der Berner Oberland Bahn zum Terminal umsteigen. Somit können Tagesgäste, die mit der Bahn anreisen, direkt ins Skigebiet starten oder im Sommer das Jungfraujoch erreichen. So soll der Autoverkehr im Ort vermindert und die Region nachhaltiger gestaltet werden.

Visualisierter Bahnhof mit BOB-Zug am Terminal in Grindelwald
Visualisierter Bahnhof am Terminal © jungfrau.ch

Des Weiteren bleibt die längste Zahnradbahn der Welt von Grindelwald bis zum Jungfraujoch erhalten. Die Bahnstation an der Bergstation des Eigerexpress’ wird neu gebaut und auch weitere Modernisierungen an der Bahn erhöhen die Attraktivität der Zahnradbahn.

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