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Panorama-Bild Skifahrer

Vierschanzentournee Innsbruck

Skispringen auf dem Bergisel

Nach den ersten beiden Skisprung-Wettbewerben in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen ging es vom 3. bis 4. Januar über die Grenze nach Innsbruck. Als erste Tournee-Station auf der österreichischen Seite fand am Bergisel das dritte Springen der Tournee statt.

Skispringer in Innsbruck
Skispringer in Anflug auf Innsbruck © Brigitte Waltl-Jensen - OK Vierschanzentournee

Windlotterie in Innsbruck

Das Springen in Innsbruck wurde vom Wind dominiert: Wie vorhergesagt blies rund um die Olympiaschanze ein starker Wind, der immer wieder zu Verzögerungen während des Springens sorgte. Viele Athleten mussten mehrmals wieder runter vom Startbalken und teils minutenlang auf ihren Absprung warten, denn die Windrichtung und -stärke änderte sich teils im Minutentakt. Dementsprechend wurde auch das Ergebnis ordentlich durcheinandergewirbelt, nachdem bereits vor dem Rennen um einige Favoriten gebangt werden musste: Der Österreicher Michael Hayböck und Severin Freund aus Deutschland mussten das Springen wegen Krankheit absagen, auch der Oberstdorf-Gewinner Stefan Kraft war angeschlagen, ging jedoch an den Start. Und der Tournee-Führende Kamil Stoch stürzte beim Probedurchgang und fiel auf die Schulter, lange war nicht klar, ob er starten konnte.

Durch die windbedingten Verzögerungen und der einsetzenden Dämmerung gab es dann nur einen Durchgang, den zwei Norweger für sich entscheiden konnten: Robert Johansson zeigte mit 133 Metern den weitesten Sprung des Tages und wurde 2. hinter seinem Landsmann Daniel-André Tande, der damit auch die Führung in der Tournee-Wertung übernahm. Von der Windlotterie profitieren konnte auch der Russe Jewgeni Klimow, der Dritter wurde. Pech dagegen hatte neben der deutschen Tourneehoffnung Markus Eisenbichler, der es bei schlechten Bedingungen nur auf Platz 31 schaffte, auch den bis dahin Zweitplatzierten in der Tourneewertung Stefan Kraft, der nur 18. wurde.

Profitieren konnten dagegen drei deutsche Springer, die gute Ergebnisse schafften: Stephan Leyhe wurde 11. und verbesserte sich damit auch in der Gesamtwertung, Andreas Wellinger erreicht Rang 13 und Karl Geiger sprang auf den 15. Platz.

Österreich bittet zum Absprung

Auf der Bergisel-Schanze in Innsbruck wird seit Gründung der Vierschanzentournee ein Springen ausgetragen. Die Olympiaschanze von 1964 und 1976 ist ein Wahrzeichen der Stadt Innsbruck, insbesondere seit ihrem Umbau im Jahr 2001. Seitdem gehört sie zu den architektonisch bedeutsamsten Sportbauwerken in Österreich. Eine Besonderheit ist auch das 100.000 Euro teure Windnetz, das vor einigen Jahre installiert wurde: Es soll witterungsbedingte Absagen der Springen verhindern. Die Hillsize der Schanze liegt bei 130 Metern, Michael Hayböck hält den Schanzenrekord für den Winter mit 138Meter aus dem Jahr 2015.

Das Programm in Insbruck

Die dritte Tournee-Etappe des Skispringen beginnt am 3. Januar um 11.45 Uhr mit den ersten Trainingssprüngen. Gegen 14 Uhr startet die Qualifikation für das Finale. Am Mittwoch, den 4. Januar, findet der Probedurchgang um 12:30 Uhr auf der Schanze am Bergisel statt. Gegen 14 Uhr wird es dann ernst, 50 Skisprung-Athleten kämpfen beim 1. Wertungsdurchgang um den Einzug ins Finale. Das anschließende Finale mit 30 Topathleten verspricht spannend zu werden. Die Siegerehrung der drei Erstplatzierten erfolgt im Anschluss im Bergisel-Stadium.

Weitere Infos

Innsbruck Programm

Dienstag, 03.01.2017

  • 11.45 Uhr: Offizielles Training
  • 14 Uhr: Qualifikation

Mittwoch, 04.01.2017

  • 12.30 Uhr: Probedurchgang
  • 14 Uhr: 1. Wertungsdurchgang
  • Anschließend: Finale und Siegerehrung

Willkommen in Innsbruck

Neben sportlichen Großereignissen wie der Vierschanzentounree bietet die Innsbrucker Region ein vielseitiges Angebot an Freizeitmöglichkeiten. Wer vom Weihnachtszauber nicht genug bekommt, der kann bis zum 6. Januar noch einmal beim Schlendern über den Innsbrucker Christkindlmarkt in der Altstadt eine besinnliche Zeit erleben.

Pistenspaß gibt's in der Region rund um Innsbruck reichlich. Insgesamt acht verschiedene Skigbiete stehen den Wintersportlern zur Verfügung. Wer es klein und übersichtlich mag findet unter anderen in den Skigebiet Glungezer auf 22,5 km und im Skigebiet Patscherkofel mit 18 km die passenden Abfahrten. Im Skigebiet Axamer Lizum steht auf insgesamt 41 Pistenkilometer von Snowpark über Buckelpiste bis hin zum Tiefschneehang alles für ein grenzenloses Schneeabenteuer bereit – und das nur 18 km von Innsbruck entfernt! Weitere Infos unter: www.innsbruck.info

Sprungschanze Innsbruck

Ticketinfos Innsbruck 2017

  • Qualifikation
  • Stehplatz 10 bis 13 EUR
  • Stehplatz ermäßigt 4 bis 5 EUR
  • Wettkampfspringen
  • Stehplatz 17 bis 29 EUR
  • Stehplatz ermäßigt 6 bis 14 EUR

Weitere Ticketinfos!

Das Ergebnis von Innsbruck

  1. Daniel-André Tande (NOR)
  2. Robert Johansson (NOR)
  3. Jewgeni Klimow (RUS)
  4. Kamil Stoch (POL)
  5. Andreas Stjernen (NOR)

Gesamtwertung Vierschanzentournee

  1. Daniel-André Tande (NOR) - 710.3 Punkte
  2. Kamil Stoch (POL) - 708.6 Punkte
  3. Stefan Kraft (AUT) - 693.7 Punkte
  4. Piotr Zyla (POL) - 686.7 Punkte
  5. Manuel Fettner (AUT) - 671.1 Punkte

Copyright Vermerk

Oberes Bild:

Skispringer in Innsbruck
© Neil Cook - OK Vierschanzentournee