Ischgl: Freeriden ohne Aufstieg

Hinterm Lift geht’s los: Freeride-Geheimtipp Ischgl

Vom extremen Gelände bis zum einfachen Powder-Flow – in Ischgl werden Freerider auf der Suche nach unverspurtem Powder allein 22 Mal ganz ohne Aufstieg fündig. Schnee dank optimaler Höhenlage inklusive.

In Ischgl müssen Freerider keine langen Hikes oder Aufstiege auf sich nehmen, um in unverspurtes Terrain zu gelangen. Von 38 abwechslungsreichen Powderruns sind allein 22 ganz ohne Aufstieg erreichbar. Aus dem Lift aussteigen und einmal abbiegen reicht hier meist aus, um abseits der präparierten Pisten ungestörte Schwünge in den Pulverschnee zu ziehen. Was Ischgl als Freeride-Destination ausmacht? Weite Hänge. Verspielte Kuppen und Mulden. Ganz viel Platz. Und dank einer Höhe von über 2.000 Metern und der besonderen geografischen Lage genügend Neuschnee. Ein weiterer Pluspunkt: Auch Tage nach dem letzten Schneefall findet man hier noch unverspurte Rinnen und Abfahrten, die direkt vom Skigebiet zugänglich sind. Ob Variantenabfahrt oder Freeridetour – von steilen Couloirs für Experten bis hin zu flachen Powderfeldern für weniger erfahrene Freerider ist hier alles dabei. Wer auf Nummer sicher gehen, lokale Geheimtipps entdecken oder bei jeder Schneelage die besten Offpiste-Runs erleben will, holt sich einen ortskundigen Guide aus der Skischule Ischgl an seine Seite. Wo Anfänger und Pros ihre schönsten aufstiegsfreien Powderlines ziehen können?

Leicht: Panorama-Powdern am „Nederberg“ Piz Val Gronda

Einen möglichen Einstieg ins Ischgler Backcountry bietet die Piz Val Grondabahn, die Wintersportler auf 2.812 Meter befördert. Dort erschließen sich direkt ab der Bergstation unberührte Tiefschneeabfahrten über weite Hänge und verspielte Kuppen bis ins Fimba sowie über knapp 900 Tiefenmeter zur Gampenalp. Die leichte „Nederberg“-Abfahrt mit ca. 750 Höhenmetern beginnt direkt an der Bergstation der Piz Val Grondabahn und führt Freerider über weite Hänge hinunter ins Fimba. Hier ist man ganz ohne Aufstieg plötzlich mitten im Backcountry und kann die Stille und Natur genießen. Zurück ins Skigebiet geht es über den Skiweg der Heidelberger Hütte. Panoramablick auf das gesamte Fimba inklusive.

Mittel: Über weite Freeridehänge durch die „Lange Wand“

Mit Start Greitspitze oder Bergstation Lange Wandbahn erwartet Freerider mit der „Lange Wand“-Route über 720 Höhenmeter im leicht kupierten Gelände ein verspieltes Powderfeld. Auf dem mittelschwer eingestuften, weitläufigen nord-westlich gelegenen Hang finden sich eigentlich immer Möglichkeiten für eigene Lines durch unverspurtes Gelände.

Mittel: Ein Besuch im Gamsgarten

Eine schöne Powder-Abfahrt durch abwechslungsreiches Gelände bietet der „Gamsgarten“. Mit Start Palinkopf führt die mittelschwere Strecke über 880 Höhenmeter hinunter ins Fimba. Die nord- bis nordwestlich exponierten Hänge garantieren auch Tage nach dem letzten Schneefall noch frische Lines im unverspurten Powder.

Mittel: Unter Beobachtung auf der „Höllkar Seite“

In das im Durchschnitt 28 Grad steile und sehr weitläufige Face dieser mittelschweren Abfahrt (ca. 300 Hm) zu gelangen, ist nicht aufwendig. Ab geht es gleich in der ersten Kehre von Piste Nr. 32. Von dem mehr oder weniger ausgesetzten Grat lässt sich die ganze Flanke einsehen und jeder kann seine optimale Line wählen. Aber Achtung: Wintersportler, die mit der Höllkarbahn unterwegs sind, können jeden Move ganz genau beobachten.

Schwer: „Velillrinnen“ für starke Nerven

Die schwierigen „Velillrinnen“ sind direkt und ohne Aufstieg von Piste Nr. 4 erreichbar. Die Abfahrtslänge variiert zwischen 250 und 400 Höhenmetern. Vorsicht: Diese Runs sind nichts für Anfänger oder schwache Nerven! Gute Freerider finden hier im bis zu 40 Grad steilen Gelände jedoch Spaß ohne Ende.

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