Jeden Tag auf den Brettern stehen und die schönsten Pisten hinunterdüsen – Skifahren ist eine großartige Erfahrung, die auch Kindern und Jugendlichen viel Spaß bereitet. Umso größer ist die Freude, wenn der Lehrer verkündet, dass die nächste Klassenfahrt in ein Skigebiet geht. Eine Ski-Klassenfahrt ist allerdings auch um einiges aufwendiger in der Organisation. Aus diesem Grund ist es wichtig, vorab genau abzuwägen, ob diese Art des Schulausflugs im Einzelfall überhaupt infrage kommt.

Die Planung und Organisation

Am Anfang einer jeden Klassenfahrt steht die Planung und Organisation. Die ist im Falle einer Klassenfahrt zur Skipiste in manchen Punkten unkomplizierter als bei anderen Klassenfahrten. In anderen Punkten hat sie aber auch ihre Tücken.

Pro:

Die meiste Zeit der Klassenfahrt verbringen die Schüler auf der Skipiste. Jeden Tag sind sie für einige Stunden damit beschäftigt, die Pisten rauf- und runterzufahren, an ihrer Fahrtechnik zu feilen und neue Strecken auszuprobieren. Da bleibt nicht mehr allzu viel Zeit für andere Aktivitäten, was den Lehrkräften sicherlich sehr entgegenkommt. Denn so müssen sie sich weniger Gedanken um ein passendes Rahmenprogramm machen als bei anderen Klassenfahrten und Schulausflügen.


Ein weiterer Punkt, der die Planung und Organisation einer Ski-Klassenfahrt erleichtert: Es gibt viele Unterkünfte, die spezielle Angebote für Schulklassen bereitstellen und für größere Gruppen ausgelegt sind.


Für eine Klassenfahrt geeignete Unterkünfte sind daran zu erkennen, dass sie einige wesentliche Kriterien erfüllen: Dazu gehört eine umfassende Verpflegung und eine gute Zimmerausstattung inklusive Bettwäsche, Handtücher, Haartrockner und weiteren Dingen, die die Packliste für die Schüler reduzieren. Außerdem sollte die Unterkunft Freiplätze für Gruppen, eine kostenlose Nutzung der Tagesräume für Klassenaktivitäten und eine Lounge für die Lehrkräfte anbieten. Ein weiterer Vorteil einer Unterkunft, die auf Klassenfahrten ausgelegt ist: Ab einer bestimmten Teilnehmerzahl werden die Zimmer für die Lehrer kostenlos zur Verfügung gestellt.


Eine Ski-Klassenfahrt ist nicht ganz billig. Allerdings gibt es die Möglichkeit, beim Staat Zuschüsse zu beantragen und dadurch die Kosten zu senken. Gerade für weniger wohlhabende Familien ist es wichtig, die finanzielle Belastung zu verringern. Dabei hilft das Bildungspaket des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das Familien unterstützt, die bestimmte Bildungs- und Teilhabeleistungen nicht selbst bezahlen können. Unter die Teilhabeleistungen fallen unter anderem Schulausflüge und Klassenfahrten. Eltern können Kosten sparen, indem sie von Unterstützungen durch Stiftungen oder Fördervereinen profitieren.


Zusätzlich können die Kosten durch Gruppen- oder spezielle Klassenrabatte gesenkt werden. Bei verschiedenen Kostenpunkten wie der Buchung einer Unterkunft oder dem Kauf der Skipässe gibt es oftmals die Möglichkeit, durch Mengenrabatt Geld zu sparen.

Bei der Planung der Ski-Klassenfahrt gilt es, ein geeignetes Skigebiet zu finden
Bei der Planung der Ski-Klassenfahrt gilt es, ein geeignetes Skigebiet zu finden © stock.adobe.com, The Russian Negresco #5648118

Contra:

Ski-Klassenfahrten erfordern dafür bei anderen Punkten eine aufwendigere Planung als andere Ausflüge und Klassenfahrten, da es viele zusätzliche Aspekte zu beachten gibt. Die Lehrkraft, die die Klassenfahrt organisiert und plant, muss sich um eine passende Unterkunft und den Transport (meist via Reisebus) kümmern.


Dazu kommt, dass die Eltern früh genug über Info-Briefe mit den wichtigsten Informationen rund um die Klassenfahrt versorgt und eine Liste mit den relevanten Telefonnummern (Lehrkräfte, Unterkunft etc.) sowie eine ausführliche Packliste ausgegeben werden müssen.


Die Organisation ist aber nicht nur umfangreicher, sondern muss auch weit im Voraus beginnen. Die Lehrkräfte müssen früh genug eine Unterkunft finden, die zum einen ausreichend freie Zimmer für große Gruppen und zum anderen klassenfreundliche Extras bietet. Noch dazu gilt es, rechtzeitig die Skipässe für alle Schüler zu besorgen, damit sie die Transportmittel zur und auf der Piste nutzen dürfen. Auch ist zu klären, wie viele Schüler über eine geeignete Skiausrüstung verfügen und für wie viele diese vor Ort gemietet werden muss.


Zu einer guten Skiausrüstung gehören folgende Dinge:


  • Skier, die für die Körpergröße und das Gewicht der Schüler geeignet sind
  • Skischuhe
  • Skistöcke
  • Helm
  • eine Sonnenbrille, die die Augen vor UV-Strahlen und Schneeblindheit schützt
  • Skianzug: Skihose und -jacke
  • Skiunterwäsche
  • Funktionswäsche
  • wasserdichte Handschuhe

Außerdem muss die leitende Lehrkraft frühzeitig weitere Betreuer für die Klassenfahrt organisieren. Das ist bei einer Fahrt in ein Skigebiet um einiges umständlicher als bei einer sonstigen Klassenfahrt, weil es hier darauf ankommt, dass jeder Betreuer im Skisport erfahren ist. Nur so ist eine gute Beaufsichtigung der Schüler auf der Skipiste zu gewährleisten.


Ein weiterer Punkt, der zeitlich mit eingeplant werden muss, ist die Vorbereitung der Schüler auf den Skisport: Wenn es viele Schüler in der Klasse gibt, die noch nie auf Skiern gestanden haben, kann es sinnvoll sein, vorab Skigymnastik für die Schüler zu organisieren. Denn was viele unterschätzen: Skifahren ist anstrengend und beansprucht den gesamten Körper. Ohne Vorbereitung kann es durch die hohe Belastung zu Muskelzerrung, Bänderdehnung oder sogar zu Knochenbrüchen kommen.


Je fitter die Schüler sind und je eher sie sich an die Bewegungen beim Skifahren gewöhnen, desto geringer ist das Verletzungsrisiko. Umso wichtiger ist es, früh genug mit einem effektiven Skigymnastik-Training zu beginnen. Deswegen sollte sich der verantwortliche Lehrer darum kümmern, dass der Sportunterricht mindestens vier Wochen vor der Klassenfahrt passend zum Skisport gestaltet wird. So können die Kinder ihre Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und ihr Gleichgewicht trainieren und sind damit bestens auf die Ski-Klassenfahrt vorbereitet.


Ein klarer Nachteil ist die Tatsache, dass die Eltern tiefer in die Tasche greifen müssen, denn die Kosten sind deutlich höher als die für andere Ausflugsziele. Das kommt daher, dass sich die Gesamtkosten bei einer Ski-Klassenfahrt aus mehr Einzelposten zusammensetzen als bei anderen Klassenfahrten, die teilweise auch teurer sind. Das beginnt unter Umständen schon mit der Anreise: Je weiter das Ziel entfernt ist, desto höher fällt der Preis aus. Auch die Wahl der Unterkunft, etwa, ob man sich für eine Pension oder ein Hostel entscheidet, macht bei den Kosten einen Unterschied. Wie hoch die Preise dafür insgesamt liegen, hängt unter anderem von der Dauer der Klassenfahrt ab.


Ein weiterer, großer Kostenfaktor ist der Skipass, den jeder Teilnehmer benötigt, um die Seilbahn und die Lifte benutzen zu können. Da nicht jeder Schüler eine komplette Skiausrüstung zuhause hat, fallen außerdem einige Leihgebühren für Skischuhe, Helm, Skistöcke, Skier und gegebenenfalls auch eine Skibrille an.


Je mehr Schüler ihre eigene Skiausrüstung haben, desto geringer fallen die Kosten für die Ausleihe aus. Allerdings ergibt sich dann wiederum ein neues Problem: Bei der Buchung muss der verantwortliche Lehrer gegen einen Aufpreis einen Skianhänger beim Bus mitbestellen, damit es genug Platz gibt, um die mitgebrachte Skiausrüstung zu verstauen.


Nicht zu vergessen ist, dass die Schüler neben der Skikleidung ausreichend mit Winterkleidung ausgestattet sein müssen, die auch für eine Wanderung bei Minusgraden und ähnliche Aktivitäten geeignet ist. Dazu gehören Mütze, Schal, Stiefel, Funktionskleidung und eine Jacke, die atmungsaktiv ist und vor Kälte und Nässe schützt. Entsprechend notwendige Anschaffungen erhöhen zusätzlich die anfallenden Kosten für die Klassenfahrt.

Die Voraussetzungen

Die nächste Klassenfahrt in ein Skigebiet zu legen, ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn die wesentlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Das sind in dem Fall vor allem die Auswahl an Skigebieten, die infrage kommen, und die Eignung für die jeweilige Schulklasse.

Pro:

Ein großer Pluspunkt ist die Auswahl an Skigebieten. In Deutschland, Österreich, Frankreich und in der Schweiz gibt es viele tolle Skigebiete. Je nachdem, in welchem Bundesland die Schule liegt, sind die Möglichkeiten für eine Ski-Klassenfahrt sehr gut. Vor allem in Bayern ist man nah dran an verschiedenen Skigebieten, aber auch in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland stehen die Chancen auf eine Ski-Klassenfahrt durch die vergleichsweise geringe Entfernung recht gut.


Für die Schulen dort lohnen sich auch kürzere Fahrten oder sogar Tagesausflüge. Schulen in Nord- oder Mitteldeutschland haben eine deutlich weitere Anreise vor sich und müssen dementsprechend mehr Tage einplanen, damit sich der Aufwand lohnt.


Ein weiteres Plus: Im Prinzip ist eine Ski-Klassenfahrt in allen Klassenstufen möglich, aber gerade für höhere Klassenstufen bieten sich hier viele Möglichkeiten und Vorteile. Denn je älter die Schüler sind, desto schwierigere Pisten können sie fahren. Das macht es für die Organisation der Klassenfahrt einfacher, ein geeignetes Skigebiet zu finden. Auch längere Fahrten sind mit höheren Klassenstufen kein Problem. Generell sind ältere Schüler selbstständiger, was die Organisation der einzelnen Tage sowie die Aufsicht deutlich vereinfacht.

Eine große Auswahl: Über 300 Skigebiete stehen Wintersportlern in Deutschland, Frankreich, Österreic
Eine große Auswahl: Über 300 Skigebiete stehen Wintersportlern in Deutschland, Frankreich, Österreic © Schneemenschen GmbH

Contra:

Demgegenüber steht natürlich der Punkt, dass eine Ski-Klassenfahrt für jüngere Schüler nur bedingt infrage kommt. Mehrtägige Ausflüge in ein Skigebiet sind frühestens ab der 7. Klasse sinnvoll. Für niedrigere Klassenstufen sind Tagesausflüge bzw. Fahrten in die nähere Umgebung die bessere Wahl.


Das Alter der Kinder spielt deswegen eine so große Rolle, weil es wesentliche Faktoren der Reiseplanung beeinflusst: Je jünger die Schüler sind, desto wichtiger ist es, dass die Fahrt nicht zu weit weg geht und dass es Anfängerpisten gibt. Das erschwert eine Ski-Klassenfahrt oder kann sie sogar ganz unmöglich machen. Denn nicht jedes Skigebiet ist für Anfänger geeignet. Somit kommen unter Umständen einige Skigebiete für die Klassenfahrt nicht in Betracht. Gleichzeitig kann es sein, dass geeignete Gebiete zu weit von der Schule entfernt liegen und deswegen keine Option sind.


Eine weitere Voraussetzung, die unter Umständen problematisch werden kann, ist die Qualifikation der Lehrkräfte, die bei der Klassenfahrt dabei sein sollen. Sie sollten praktische Erfahrung im Schneesport haben, sich sicher auf Skiern und/oder einem Snowboard bewegen können und sich gut mit dem Equipment auskennen. Außerdem sollten sich die Lehrkräfte über die aktuelle Wetterlage in der jeweiligen Skiregion in Hinblick auf die Schneebeschaffenheit erkundigen und die Schwierigkeitsgrade der Pisten richtig einschätzen können. Dagegen müssen die Schüler nicht zwingend bereits Erfahrung im Skisport haben, um an der Klassenfahrt teilnehmen zu können.

Die Sicherheit der Schüler

Ein besonders wichtiger Punkt, auf den bei jeder Klassenfahrt geachtet wird, ist die Sicherheit der Schüler. Lehrer und Eltern sind immer darum bemüht, dass die Schüler unversehrt wieder nach Hause zurückkehren. Das lässt sich bei einer Klassenfahrt in ein Skigebiet nur bedingt gewährleisten.

Pro:

Was für die Sicherheit der Schüler spricht, ist die Aufteilung in Skigruppen. Die Anfänger, die bisher noch keine Skisporterfahrung gemacht haben, werden in Kleingruppen je einem Ski-Lehrer zugeteilt. Dieser bringt ihnen die Grundlagen des Skifahrens bei, gibt ihnen Sicherheitstipps und begleiten sie bei der Pistenabfahrt. Somit sind die Schüler gut betreut und es ist immer jemand in ihrer Nähe, der sich in dem Skigebiet gut auskennt und der ihnen im Notfall helfen kann.


Erfahrenere Schüler fahren ebenfalls in Gruppen, immer zusammen mit einem Lehrer oder einem anderen Betreuer. Die Gruppen sind nicht ganz so strikt wie bei einem Kurs, dennoch ist immer eine Aufsichtsperson bei den Kindern.


Ein weiterer Punkt, der die Sicherheit der Schüler auf der Piste erhöht, ist eine frühzeitige Vorbereitung durch die Lehrkräfte. Wenn sie die Kinder über Sicherheitsmaßnahmen wie gemeinsame Treffpunkte oder Telefonnummern und Pläne für Notsituationen informieren, geben sie ihnen damit wertvolle Handlungsmöglichkeiten für brenzlige Situationen mit auf den Weg.


Aber auch die Schüler selbst sind für ihre Sicherheit und die der anderen Wintersportler auf der Piste verantwortlich. Deswegen müssen die Lehrkräfte die Kinder zu Beginn der Klassenfahrt auf das richtige Verhalten auf der Piste hinweisen. Dazu gehört es, sich an die FIS-Regeln zu halten. Das sind zehn Verhaltensregeln die der Internationale Skiverband aufgestellt hat und die weltweit auf jeder Skipiste gelten.


Generell wichtig für einen sicheren Skitag ist ein vorausschauender, rücksichtsvoller Fahrstil. Außerdem sollten die Schüler nur die Pisten befahren, die ihrem Fahrkönnen entsprechen, damit sie sich und andere Skifahrer nicht gefährden. Denn laut der Analyse der statistischen Auswertungsstelle für Ski-Unfälle (ASU) wurde ein beachtlicher Teil Skiverletzungen in der Saison 2018/2019 durch Kollisionen auf der Piste (mit)verursacht. Durch eine korrekte und angepasste Fahrweise und ein angemessenes Verhalten auf der Piste lassen sich solche Unfälle gut vermeiden.

In einem Skikurs lernen Anfänger unter professioneller Aufsicht das Skifahren
In einem Skikurs lernen Anfänger unter professioneller Aufsicht das Skifahren © stock.adobe.com, Catherine CLAVERY # 198034448

Contra:

Ein negativer Aspekt, der nicht von der Hand zu weisen ist: Im Vergleich zu anderen Ausflugszielen besteht auf einer Skipiste ein höheres Unfallrisiko. Die Schüler sind über mehrere Stunden hinweg sportlich aktiv. Bei der Skiabfahrt über Schnee und Eis kommt es eher zu Verletzungen als bei einem gemütlichen Wandertag. Das ist nicht gerade förderlich für den Sicherheitsaspekt, der bei der Durchführung einer Klassenfahrt selbstverständlich eine wichtige Rolle spielt.


Noch dazu ist es für Lehrkräfte sehr schwierig, in einem Skigebiet den Überblick über alle Schüler zu behalten, weil die sich auf verschiedenen Pisten bewegen und in mehrere Gruppen eingeteilt sind. Zwar sind sie nicht ohne Aufsicht unterwegs – dennoch kann der verantwortliche Lehrer nicht immer sicher sagen, wo sich seine Schüler gerade aufhalten.

Der Lernerfolg

Klassenfahrten in ein Skigebiet sind eine ganz besondere Form der Schulausflüge. Vor allem deswegen, weil sie ein breites Lernspektrum für die Schüler bieten, das sich auf ganz verschiedene Bereiche bezieht.

Pro:

Eine Ski-Klassenfahrt ermöglicht eine Reihe von nicht alltäglichen Lerngelegenheiten. Das macht eine solche Fahrt für Schüler jeden Alters zu einem besonderen, oft auch einmaligen Erlebnis. Die Schüler lernen eine neue Sportart kennen, die sie im Alltag bisher nicht ausprobieren konnten. Dafür müssen sie lernen, sich mit den Skiern an den Füßen im Schnee zu bewegen, was völlig neue Anforderungen an ihr Gleichgewicht, die Muskelkraft, die Ausdauer und die Koordination stellt.


In diesem Zusammenhang bedeutet Skifahren für die Schüler, dass sie positive Erlebnisse und Emotionen erfahren. Da sie jeden Tag mehrere Stunden auf der Piste verbringen und das Skifahren intensiv üben, stellen sich schnell Lernerfolge ein. So können selbst Anfänger schon nach kurzer Zeit einfache Hügel und Pisten bewältigen. Das stärkt die Motivation, persönliche Grenzen und Ängste zu überwinden. Das alles trägt dazu bei, dass die Schüler beim Skifahren viel Spaß haben und jeden Tag neue Abenteuer auf der Piste erleben.


Ein weiterer Pluspunkt: Gegenüber anderen Klassenfahrten ist das Maß an Bewegung beim Skifahren besonders hoch. Das tritt dem weit verbreiteten Bewegungsmangel entgegen, sehr zum Vorteil für die Fitness der Schüler. So lernen sie, dass ihnen Sport guttut. Das kann eine große Motivation sein, um nach der Klassenfahrt das Sportpensum im Alltag zu erhöhen. Aber auch ihre Gesundheit profitiert von einer Ski-Klassenfahrt, weil die Bewegung an der frischen Luft das Immunsystem stärkt.


Außerdem ermöglicht eine Ski-Klassenfahrt, fächerübergreifend und fächerverbindend das Wissen der Schüler auszubauen. Denn über die sportliche Tätigkeit hinaus gibt es noch weitere Lernfelder. Unter anderem wird auch das Naturempfinden geschult. Etwa, indem die Schüler verschiedene Beschaffenheiten des Schnees und der Piste kennen lernen. Wenn für die Ski-Klassenfahrt in ein anderes Land gereist wird, lassen sich bei der Gelegenheit auch die Sprachkenntnisse ausbauen.


Folgende Punkte können den Schülern beim Skifahren ebenfalls nähergebracht werden:


  • Umwelterziehung
  • Umgang mit der Natur
  • Verständnis für Nachhaltigkeit
  • Wissen über die Flora und Fauna im Gebirge

Die gemeinsame Aktivität mit den Mitschülern können sich positiv auf das Gruppengefühl auswirken, weil sich die Schüler auf eine neue Art kennen lernen.

Skifahren lernen geht schnell: Schon nach kurzer Zeit können Anfänger ihre erste Piste meistern
Skifahren lernen geht schnell: Schon nach kurzer Zeit können Anfänger ihre erste Piste meistern © stock.adobe.com, philippe Devanne #49282036

Contra:

Eine Klassenfahrt in ein Skigebiet findet logischerweise die meiste Zeit auf der Piste statt. Dort werden die Schüler in Gruppen eingeteilt: Mindestens eine Anfänger-Gruppe und mehrere Fortgeschrittene-Gruppen. In der Regel werden die Konstellationen die gesamte Klassenfahrt über beibehalten. Das ist für den Lernerfolg des Skifahrens durchaus positiv.


Allerdings kann die Aufteilung der Schüler auch abseits der Piste eine verstärkte Gruppenbildung begünstigen und zu Lasten der gesamten Klassengemeinschaft gehen. Ein intensiveres Kennenlernen unter den Schülern ist zwar möglich, findet aber vor allem in den Kleingruppen und nicht im Klassenverband statt.


Die Gefahr, dass sich noch eher Gruppen bilden als im Schulalltag, besteht besonders dann, wenn insgesamt zu wenig Rahmenprogramm geplant wird. Oder wenn es sich dabei nicht um Aktivitäten handelt, die gezielt die Klassengemeinschaft fördern und damit einen guten Ausgleich zu den Skigruppen bilden. Die speziellen Übungen stärken den Zusammenhalt und können Mobbing und ähnlichen Problemen vorbeugen.

Nach Oben