Architektonisches Highlight am Kronplatz

Die neue Seilbahn im Südtiroler Skigebiet wird neu eingekleidet

Zur Wintersaison 2020/2021 wurde das Projekt einer Neugestaltung der Einseilumlaufbahn Olang I + II in dem Südtiroler Skigebiet Kronplatz realisiert. Zusätzlich zu erhöhter Förderkapazität und verbessertem Komfort der Kabinen, besticht die Gestaltung des Hamburger studio schlotthauer matthiessen architecturemade durch eine gläserne Gebäudehülle, die sich flexibel an natur- und technikbedingte Einwirkungen anpassen kann.

Das Rendering der neuen Olang II Stationen
Das Rendering der neuen Olang II Stationen © studio schlotthauer matthiessen architecturemade

Vom Tal bis zum Gipfel

2.160 Fahrgäste pro Stunde transportierte die vorherige Seilbahn mit 6-Sitzer-Kabinen, die 1989 eröffnet wurde. In der neu gestalteten Bahn können in einer Kabine zehn Gäste Platz nehmen, sodass nun eine Kapazität von 3.900 Personen pro Stunde besteht. Die Olang-Bahn hat damit die höchste Förderkapazität in diesem Skigebietes.


Von der Talstation bis zur ersten Ausstiegsmöglichkeit in der Mittelstation werden durch Olang I innerhalb von 8 Minuten 30 Sekunden 3.026 Meter zurückgelegt. Die restlichen 1.063 Meter bis zur Bergstation befördert Olang II die Gäste in drei Minuten. Insgesamt dauert eine komplette Fahrt vom Tal bis zum Gipfel also elf Minuten und 30 Sekunden und kann auch wie im Falle des Vorgängermodells ohne Umsteigen absolviert werden.

Innovation trifft Komfort

Sowohl die Tal-, als auch die Mittel- und Bergstation der neuen Olang-Bahn bekommen eine architektonische Neugestaltung. Die Dächer erhalten durch eine transparente Folienhaut einen wellenförmigen Charakter, durch den Bewegung und Technik miteinander harmonisieren. Die bestehenden Stationsgebäude können durch diese flexible Konstruktion in die innovative Gestaltung integriert werden und es bietet Erweiterungsmöglichkeiten.


Die Antriebstechnik der Seilbahn zieht in der Talstation aus und wird in der Mittelstation deponiert. Dazu kommen im unteren Bereich noch zusätzliche Nutzfläche beispielsweise auch zur Unterbringung von Schneefahrzeugen.


Das Flachdach der Stationen ragt über die Ein- und Ausstiege der Kabinen hinaus, was durch selbsttragende Stahlbetonstützen ermöglicht wird. Somit bieten alle drei Stationshallen sehr viel Bewegungsfreiheit für die Fahrgäste.

Wichtige Daten zur Olang-Seilbahn:

  • Typ: 10er Ein-Seil-Umlaufbahn
  • Förderkapazität: 3.900 Personen pro Stunde
  • Fahrzeit: ca. 11:30 Minuten (8:30min + 3min)
  • Geschwindigkeit: 6,50 Meter pro Sekunde
  • Höhe der Talstation (Olang1): 1.164 Meter
  • Höhe der Mittelstation: 2.077 Meter
  • Höhe der Bergstation (Olang2): 2.275 Meter
Neue Kabinenbahn Olang 1+2 © SI Magazin
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