Österreich: Steigende Löhne für SeilbahnerInnen

17.03.2022
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Der Abschluss eines Kollektivvertrags bringt Seilbahnern ein starkes Einkommensplus - insbesondere profitieren auch Lehrlinge.

Gewerkschaft vida sieht Ergebnis als Erfolg

4,5 Prozent mehr Lohn erhalten die SeilbahnerInnen in Österreich ab 1. Mai 2022. „Die Kollektivvertragsverhandlungen 2022 konnten trotz Corona-bedingten Betriebseinschränkungen und Reisebeschränkungen im Tourismus erfolgreich mit den Arbeitgebern für die Beschäftigten abgeschlossen werden“, freut sich Walter Bacher, Verhandlungsleiter für die Gewerkschaft vida.

„Die durchschnittliche Inflation der letzten 12 Monate, maßgeblich für Sozialpartnerverhandlungen, betrug 3,5 Prozent. Mit unserem KV-Abschluss in Höhe von 4,5 Prozent konnten wir somit eine deutliche Steigerung der Realeinkommen erreichen.“ (Walter Bacher, Sprecher des vida-KV-Ausschusses Seilbahnen)


Für Verhandlungsleiter Walter Bacher ist klar, dass die in den kommenden Monaten prognostizierte hohe Inflation bei den nächsten Verhandlungen im Jahr 2023 berücksichtigt werden müsse.

Bis zu 25 Prozent mehr für Lehrlinge

Erfreulich ist, dass beim KV-Abschluss auch eine deutliche Anhebung der Lehrlingseinkommen erreicht werden konnte, so Bacher weiter. Die Lehrlingseinkommen erhöhen sich im ersten Lehrjahr um 25,3 Prozent, im zweiten um 21,9 Prozent und im dritten um 19,4 Prozent. In absoluten Zahlen lauten die Lehrlingseinkommen für NeueinsteigerInnen ab 1. Mai 2022 somit 1.050 Euro im ersten, 1.225 Euro im zweiten, 1.400 Euro im dritten und 1.750 Euro im vierten Lehrjahr.

Im Ensatz für starken Nachwuchs

Kajetan Uriach, für die Betreuung der SeilbahnerInnen zuständiger Landessekretär der Gewerkschaft vida in Salzburg ergänzt: „Um dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können und auch um im Wettbewerb um die zukünftigen Lehrlinge für die Seilbahnen zu bestehen, haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf diese spürbaren Erhöhungen geeinigt.“

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