Cookie Consent by Privacy Policies website Zwei neue Bahnanlagen am Hörnli
Visualisierung Hörnli Berg mit Bergstation 10er-GB Blick Urdenbahn © Arosa Bergbahnen

Arosa Bergbahnen: Zwei neue Bahnanlagen für 67 Millionen Franken

13.08.2026
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Nach über 40 Jahren erfolgreichem Betrieb machen die Arosa Bergbahnen das Hörnli fit für die Zukunft und ersetzen Hörnliexpress und Sesselbahn durch zwei moderne Bahnanlagen.

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Im Hörnligebiet entsteht ein Infrastrukturprojekt mit zukunftsweisender Bedeutung für die Arosa Bergbahnen. Mit einer neuen 10er-Gondelbahn und einer neuen 8er-Sesselbahn, umfassenden Pistenanpassungen sowie dem Ausbau der technischen Beschneiung investieren die Arosa Bergbahnen insgesamt CHF 67,1 Mio. in die Zukunft ihres Schneesportgebiets. Es handelt sich um die grösste Einzelinvestition in der Geschichte des traditionsreichen Bergbahnunternehmens und um ein Generationenprojekt für Gäste, Einheimische und die gesamte Tourismusregion.


Die vollständige Inbetriebnahme ist auf die Wintersaison 2028/2029 vorgesehen. Als grösstes zusammenhängendes Skigebiet Graubündens setzt Arosa Lenzerheide damit ein starkes Bekenntnis zu Qualität, Innovation und langfristiger Entwicklung im alpinen Tourismus.

Masterplan Hörnli © Arosa Bergbahnen

Masterplan für Gebietsentwicklung Hörnli

Für viele Gäste ist das Hörnli der Ausgangspunkt unvergesslicher Skitage, die Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide und ein prägender Bestandteil des Bergerlebnisses in der Ferienregion. Der Masterplan Hörnli ist ein zentraler Baustein für den langfristigen Betrieb und die strategische Weiterentwicklung des Schneesportgebiets Arosa Lenzerheide. Die Hörnli-Achse bildet den direkten Zubringer zur Urdenbahn und damit zur zentralen Verbindung zwischen den Gebietsteilen Arosa und Lenzerheide. Die Sicherstellung dieser Erschliessungsfunktion ist sowohl für die Attraktivität des Gesamtgebiets als auch für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Arosa Bergbahnen von entscheidender Bedeutung.


Dem nun vorliegenden Projekt ging eine intensive Planungsphase voraus. Gemeinsam mit spezialisierten Fachplanern wurden verschiedene Lösungsansätze hinsichtlich Technik, Topografie, Geologie, Betriebsführung und Gästeerlebnis vertieft geprüft.


Das Hörnligebiet zählt aufgrund seiner Höhenlage, Exposition und der bestehenden technischen Beschneiung zu den schneesichersten Teilgebieten von Arosa. Die Beschneiung startet regelmässig bereits in der zweiten Oktoberhälfte. Gemeinsam mit der Urdenbahn und der Heimbergachse bildet das Gebiet damit eine tragende Säule des erfolgreichen Vorsaisonangebots «Novemberhoch». Gleichzeitig sorgen die geringe Sonneneinstrahlung und die günstigen topografischen Verhältnisse bis weit in den Frühling hinein für ausgezeichnete Pistenbedingungen, wodurch das Gebiet besonders für die Vor- und Nachsaison geeignet ist.


Auch im Sommer nimmt das Hörnli eine wichtige Rolle ein. Mit dem Hörnli Trail verfügt Arosa über eines der beliebtesten Bike-Angebote der Region. Zudem bildet das Gebiet eine zentrale Verbindung zum Bike Kingdom Lenzerheide. Die neuen Bahnanlagen stärken deshalb sowohl das Winter- als auch das Sommergeschäft und unterstützen die Strategie der Arosa Bergbahnen, attraktive Bergerlebnisse während zehn Monaten im Jahr anzubieten.


Die Förderkapazität wird gegenüber dem heutigen System aus Gondel- und Sesselbahn nur geringfügig angepasst. Damit orientiert sich die Auslegung am effektiven Bedarf und verhindert bewusst Überkapazitäten. Im Vordergrund stehen


  • die Modernisierung der Infrastruktur,
  • die Steigerung des Gästekomforts sowie
  • die langfristige Sicherung der Erschliessung.

Bestandteil des Masterplans sind zudem der Ausbau der technischen Beschneiung und umfassende Pistenanpassungen. Ziel ist eine durchgehend beschneite und qualitativ hochwertige Erschliessung des Hörnligebiets sowie eine optimierte Gästelenkung. Mit zusätzlichen Investitionen von rund CHF 17 Mio. zwischen 2026 und 2028 wird die Attraktivität des Teilgebiets nachhaltig gestärkt. Im Gegenzug werden einzelne, betrieblich wenig zweckmässige Pistenabschnitte aufgehoben.


Seit 2021 beschäftigen sich die Arosa Bergbahnen mit der Erneuerung des Hörnliexpress aus dem Jahr 1986.


Im Sommer 2024 entschied der Verwaltungsrat nach einer umfassenden Variantenprüfung, gleichzeitig auch die 4er-Sesselbahn Hörnli aus dem Jahr 1994 zu ersetzen. Die sorgfältige Evaluation verschiedener Lösungsansätze unter Berücksichtigung geografischer, geologischer und betrieblicher Anforderungen beanspruchte entsprechende Zeit. Das nun vorliegende Projekt bietet eine technisch, wirtschaftlich und betrieblich überzeugende Lösung und liegt vollständig innerhalb des bestehenden Skiperimeters.

Zwei neue Bahnanlagen

Mit den beiden neuen Bahnanlagen entsteht am Hörnli eine Infrastruktur, welche Generationen von Gästen über Jahrzehnte hinweg begleiten wird. Moderne Technik, hoher Komfort und eine zurückhaltende Integration in die Berglandschaft verbinden sich zu einem nachhaltigen Gesamtprojekt mit Weitblick. Der Verwaltungsrat hat den Auftrag für Produktion, Lieferung und Montage beider Bahnanlagen inklusive Steuerungstechnik an die Bartholet Ropeways AG in Flums vergeben. Mit dem Aufbau einer neuen Technikplattform innerhalb der HTI Gruppe sind beide Bahnanlagen mit modernster Ropera-Technik ausgerüstet.


Sowohl die 10er-Gondelbahn wie auch die 8er-Sesselbahn werden mit modernster, geräuschoptimierter Technologie ausgerüstet und ermöglichen den Betrieb im sogenannten FOB-Modus (Fahren ohne Betriebspersonal). Dadurch können Betriebsabläufe effizienter gestaltet und gleichzeitig hohe Sicherheitsstandards gewährleistet werden. Die Förderleistung entspricht dem heutigen Bedarf:


  • 10er-Gondelbahn: 1.800 Personen pro Stunde
  • 8er-Sesselbahn: 2.800 Personen pro Stunde
  • Total: 4.600 Personen pro Stunde

Die heutige Gesamtförderleistung liegt bei 4.450 Personen pro Stunde.


Der bestehende 6er-Hörnliexpress aus dem Jahr 1986 wird durch eine moderne 10er-Gondelbahn ersetzt. Die Talstation verbleibt am heutigen Standort. Das Stationsgebäude wird erweitert und schafft die Voraussetzungen, um in einer späteren Etappe zusätzlich sieben Personalstudios zu den bereits bestehenden acht Personalwohnungen zu realisieren.


Die neue Gondelbahn benötigt mit 13 Stützen deutlich weniger Bauwerke als die bestehende Anlage mit 25 Stützen. Die Bergstation wird am heutigen Standort der 4er-Sesselbahn errichtet. Dieser Bereich bietet aus geologischer Sicht optimale Voraussetzungen für die neue Anlage.


Auch die neue 8er-Sesselbahn erhält eine angepasste Linienführung. Sie wird parallel zur Gondelbahn geführt und kommt ohne die heutige Unterführung aus. Die neue Talstation im Bereich Schönboden-Herrabach ermöglicht eine längere und schneesichere Talabfahrt innerhalb des Hörnligebiets. Die Bergstation entsteht in unmittelbarer Nähe der heutigen Bergstation des Hörnliexpress. Die Stationsgebäude der 6er-Gondelbahn (Berg) und der 4er-Sesselbahn (Tal und Berg) sowie die Streckenelemente werden vollständig zurückgebaut.

Bau erfolgt in Etappen bis Ende 2028

Die Realisierung der Gebietsentwicklung Hörnli erfolgt in mehreren Bauetappen. Bereits im Sommer 2026 starten die ersten Arbeiten mit Pistenanpassungen, dem Ausbau der technischen Beschneiung sowie der Verlängerung des bestehenden Wirtschaftswegs zur künftigen Talstation der neuen 8er-Sesselbahn im Gebiet Herrabach.


Im Sommer 2027 folgen weitere Infrastrukturarbeiten. Dazu gehören insbesondere der Bau der neuen Talstation der 8er-Sesselbahn inklusive Garagierungsgebäude sowie die Erstellung der Fundamente für die beiden neuen Bahnanlagen. Parallel dazu werden die Arbeiten an den Pisten und Beschneiungsanlagen fortgeführt.


Der eigentliche Bahnersatz erfolgt im Sommer 2028. In dieser Bauphase werden die bestehende Gondelbahn und die bestehende Sesselbahn zurückgebaut und durch die neuen Anlagen ersetzt. Während dieser Zeit wird der Bahnbetrieb am Hörnli eingestellt. Die Inbetriebnahme der neuen 10er-Gondelbahn und der neuen 8er-Sesselbahn ist für Dezember 2028 vorgesehen.


Bei einem optimalen Verlauf des Plangenehmigungsverfahrens besteht zudem die Möglichkeit, den Bau der neuen 8er-Sesselbahn vorzuziehen. In diesem Fall könnte die Anlage bereits auf die Wintersaison 2027/2028 in Betrieb genommen werden.


Mit der Gebietsentwicklung Hörnli schlagen die Arosa Bergbahnen ein neues Kapitel ihrer Unternehmensgeschichte auf. Das Projekt verbindet Tradition und Innovation, stärkt die Attraktivität des Schneesportgebiets über alle Jahreszeiten hinweg und setzt ein starkes Zeichen für den Standort Arosa Lenzerheide. Die Investition ist Ausdruck der Überzeugung, dass hochwertige Bergerlebnisse, moderne Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung auch künftig die Grundlage für den Erfolg der Destination bilden.

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