Ein heißer Sommer ist zu Ende, der weitestgehend zu warme September hat den Gletscherschwund nochmal beschleunigt, es gab klimabedingte Erdrutsche, schwere Murenabgänge, große Trockenheit und so hohe Temperaturen, dass das Sommerskifahren auf den Gletschern in diesem Jahr weitestgehend ausbleiben musste. Doch nun bahnt sich eine markante Wetterumstellung an, die nebst kälteren Temperaturen auch die ersten nennenswerten Schneefälle in den Alpen im Gepäck haben dürfte.
Und damit beginnen wir auf Schneehoehen.de unsere Schneeberichtssaison, in der wir euch regelmäßig über die aktuellen Ski- und Wetterbedingungen, die Schneelage und die kurz- und mittelfristigen Aussichten informieren werden. Einfach den Link https://www.schneehoehen.de/artikel/schneebericht-schneehoehen merken oder abspeichern – hier lest ihr immer aktuell, wo es als nächstes schneien wird und ob es sich lohnt, das kommende Wochenende in den Berge zu fahren.
Das gab es so noch nie: In den Sommermonaten stellten 2026 nach und nach die wenigen Skigebiete, die noch Sommerskifahren auf ihren Gletschern anbieten, den Skibetrieb ein. Weder am Hintertuxer Gletscher, noch in Zermatt und Saas-Fee waren im Juli und August Pisten geöffnet. Sogar das reine Sommerskigebiet am Stilfserjoch, das in der Regel nur von Juni bis Anfang November geöffnet ist, musste einige Wochen schließen. Zu hoch die Temperaturen, zu aper die Pisten auf den schmelzenden Gletschern. Der Klimawandel hat das Sommerskifahren in diesem Jahr zu Grabe getragen und eine Auferstehung in den kommenden Sommern ist sehr unwahrscheinlich. Verkraftbar für Touristen, schwierig für Wintersportathleten, die auch im Sommer irgendwo trainieren und sich auf die Skisaion vorbereiten müssen.
Immerhin haben Anfang Oktober ein paar wenige Skigebiete wieder Pisten freigegeben und Lifte angeworfen: Während am Kaunertaler und am Mölltaler Gletscher der geplante Saisonstart verschoben wurde, sind aktuell auf dem Pitztaler Gletscher (seit Ende September), dem Hintertuxer Gletscher (seit 3. Oktober), in Saas-Fee, am Stilfserjoch, auf dem Schnalstaler Gletscher sowie (dank Snowfarming) in den finnischen Skigebieten Levi und Ruka Pisten geöffnet. Am Stubaier Gletscher sollen ab dem 9. Oktober die Lifte laufen, am Kitzsteinhorn und Titlis (Engelberg) ist Skibetrieb ab dem 10.10. geplant, bis Mitte Oktober dürften auch Sölden und der Kaunertaler Gletscher öffnen – wenn der vorhergesagte Kaltlufteinbruch in wenigen Tagen kommt. Alle geplanten Saisonstarts findet ihr in unserem stets aktualisierten Saisonkalender.
Schon am Montag (05.10.) durften Winterfans beim Blick auf die Webcams aus den Hochlagen der Ostalpen frohlocken, sah man hier doch die ein oder andere Schneeflocke durch die Luft wirbeln. Mehr als ein paar Zentimeter Nassschnee waren zwar nicht zu vermelden, aber immerhin sah es sowohl auf der Webcam am Cafè 3440 am Pitztaler Gletscher als auch am Hintertuxer Gletscher oder Stubaier Gletscher schön weiß aus.
Nach einer kurzen Phase mit stabilem, oft sonnigem Herbstwetter am Dienstag und Mittwoch, kommt am Donnerstag Bewegung in die Alpen-Wetterküche. Schon in der Nacht zum Donnerstag beginnt es, sich von Südwesten zu bewölken. Im Laufe des Donnerstag schiebt sich dann von Westen eine Kaltfront herein, die bis zum Abend die Alpennordseite im Griff hat. Kräftiger Regen, in den Lagen oberhalb von 1500 bis 2000 Meter Höhe Schnee, zum Teil auch ergiebig – so derzeit die Vorhersagen. Bis Freitagmittag dürften in den Berner Alpen und in Vorarlberg in den Stau- und Hochlagen 15-25 cm Schnee fallen, auf den Tiroler Gletschern meist 10-15 cm. Zum Wochenende dann Wetterberuhigung und eher freundliches, aber kühles Herbstwetter. Vielleicht schon Zeit für euch, die ersten Schwünge der Saison in den Gletscherskigebieten zu unternehmen?
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03.08.2026
Die anhaltend hohen Temperaturen, die fehlende nächtliche Abkühlung, wiederholte Gewitter sowie die veränderten Schnee- und Gletscherverhältnisse lassen einen sicheren und qualitativ hochwertigen Skibetrieb für Gäste derzeit nicht mehr zu.