Coronavirus und die Auswirkungen auf den Skiurlaub

Wir klären über die aktuelle Lage auf

Am 31. Dezember 2019 wurde in Wuhan, Zentralchina, erstmals eine unbekannte Lungenerkrankung gemeldet, bei der es sich, wie am 11. Februar 2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt gegeben wurde, um den neuen Coronavirus COVID-19 handelt. Doch was verbirgt sich hinter dieser Krankheit? Welche Vorsichtsmaßnahmen gibt es? Und wie betrifft der Virus den Alltag oder den geplanten Skiurlaub? Wir haben die wichtigsten Fakten im Überblick.

Was ist das Coronavirus? Wie wird es übertragen und wie kann man sich schützen? Zu den Hintergrundinformationen!

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Welche Gebiete gelten als Risikoregion?

Laut Robert Koch-Institut (Stand: 01.04.2020) sind folgende Regionen als Risikogebiete anzusehen:

  • Iran
  • Italien
  • Südkorea: Daegue und Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • Frankreich
  • Österreich
  • Spanien
  • USA: Bundesstaaten Kalifornien, Washington, New Jersey und New York
  • Ägypten
  • Schweiz: Kantone Tessin, Waadt und Genf

Hier gibt es einen Überblick über die aktuelle Verbreitung des neuen Coronavirus auf der ganzen Welt.

Der Coronavirus und die Auswirkungen auf Reisen und die Skigebiete

Update vom 01.04.2020

Ab Dienstag um Mitternacht stehen weitere Gemeinden in Österreich unter Quarantäne gestellt, darunter Altenmarkt, Zell am See und Saalbach. In Flachau werden die Maßnahmen verschärft: Hier ist nun auch der Berufsverkehr untersagt. Außerdem wird jetzt ganz Frankreich als Risikogebiet für Corona eingestuft, vorher betraf es nur einzelne Regionen.

In Deutschland wird im Moment über eine allgemeine Maskenpflicht zum Beispiel beim Besuch eines Supermarkts diskutiert. Während einzelne Kommunen wie Jena vorpreschen, herrscht generell eher Skepsis, da es bereits Probleme gibt, genügend Schutzmasken für Ärzte, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu besorgen. Der deutsche Bauernverband warnt unterdessen vor Engpässen und höheren Preisen bei verschiedenen Obst- und Gemüsesorten wegen der fehlenden Erntehelfer aus Osteuropa. Für diese besteht ein Einreisestopp.

Update vom 30.03.2020

Seit dem Wochenende gilt nicht nur das Bundesland Tirol, sondern ganz Österreich als Risikogebiet der Corona-Pandemie. In Frankreich zählt das Robert Koch-Institut nun auch Île-de-France zu den Risikogebieten. Wegen der angeblich zu späten Schließung von Hotels und Pisten in Tirol gibt es nun eine Sammelklage des Verbraucherschutzvereins, der sich bisher rund 2.500 Urlauber angeschlossen haben. Diese werfen den Tiroler Behörden vor, die Schließung hinausgezögert zu haben. In Österreich werden außerdem die Schutzmaßnahmen verstärkt: Ab Mittwoch, 1. April, muss man beim Besuch eines Supermarkts eine Schutzmaske tragen, diese sollen am Eingang verteilt werden.

Update vom 27.03.2020

Seit Mittwoch zählt das Robert Koch-Institut auch die Kantone Waardt, Tessin und Genf zu den Corona-Risikogebieten, dafür wurde die Provinz Hubei in China entfernt, hier war das Virus zuerst aufgetreten. Hoffnung gibt es außerdem für die Gemeinde Heiligenblut in Österreich: Die Quarantäne dort könnte am Montag wieder aufgehoben werden.

Update vom 25.03.2020

In Deutschland wirkt sich die Corona-Krise auch auf die Abiturprüfungen aus: Erste Bundesländer haben angekündigt, die Prüfungen in diesem Jahr ganz ausfallen zu lassen und die Noten aufgrund der vorhergehenden Leistungen zu vergeben. In Italien wurden die Strafen beim Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen drastisch verschärft: Wer infiziert ist und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäne hält, kann mit Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft werden. Nach wochenlangem Zögern hat das IOC nun eine Entscheidung zu den Olympischen Spielen gefällt: Nachdem immer mehr Athleten und sogar schon ganze Länder ihre Teilnahme abgesagt hatten, hat sich das IOC gemeinsam mit dem Gastgeberland Japan auf eine Verschiebung der Olympischen Spiele ins kommende Jahr verständigt. Wann genau die Spiele stattfinden sollen, steht noch nicht fest.

Update vom 23.03.2020

In Deutschland haben sich Bund und Länder am Sonntagnachmittag auf ein umfassendes Kontaktverbot geeinigt. Zu dem Neun-Punkte-Plan gehört unter anderem die Regel, dass Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich verboten sind. Ausnahmen gelten für Familien und in einem Haushalt lebende Personen. Außerdem muss in der Öffentlichkeit ein Mindest-Abstand von 1,5 m eingehalten werden. In Österreich haben die Gesundheitsbehörden dazu aufgerufen, dass alle Personen, die zwischen dem 8. und 15. März 2020 Après-Ski-Lokale und Bars im Zillertal besucht haben, ihren Gesundheitszustand genau beobachten sollen. Grund dafür: Aktuell gibt es 32 positive Corona-Fälle im Zillertal und Kontaktpersonen können nicht mehr sicher ausfindig gemacht werden. 

Update vom 21.03.2020

Auch in Finnland haben die Skigebiete nun angekündigt, ihren Betrieb einzustellen. Damit laufen einzig noch in Schweden die Lifte, wenn auch mit Einschränkungen. Der Bundesrat in der Schweiz hat die Regeln verschärft, so sind Gruppen mit mehr als fünf Personen in der Öffentlichkeit verboten. In Österreich hat Bundeskanzler Kurz die Ausgangsregelungen um drei Wochen verlängert, sie gelten nun bis 13. April 2020.

In Deutschland schränken mehrere Bundesländer das öffentliche Leben weiter ein, als erstes Bundesland hat Bayern am Freitagmittag eine Ausgangsbeschränkung ab Samstag verhängt. Für zunächst zwei Wochen dürfen Menschen nur noch aus triftigen Gründen ihr Zuhause verlassen.

Update vom 20.03.2020

Wegen der Nähe zur Schweiz und zu Frankreich wird in Freiburg im Breisgau eine eingeschränkte Ausgangssperre verordnet: Vom 21. März bis 3. April dürfen die Bewohner ihr Zuhause nur noch für dringliche Angelegenheiten verlassen. Andere Städte haben ebenfalls verschärfte Verordnungen erlassen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. So plant Köln ein Grill- und Shisha-Verbot auf öffentlichen Flächen.

In der Schweiz spitzt sich die Lage vor allem im Tessin weiter zu, es wird erwartet, dass die Betten in den Intensivstationen nicht mehr lange ausreichen. Im Laufe des heutigen Tages wird der Bundesrat tagen und in einer anschließenden Medienkonferenz ein Update der Lage bekannt geben.

Update vom 19.03.2020

Das österreichische Bundesland Tirol steht komplett unter Quarantäne, das wurde am Mittwochabend bekannt. Ab Mitternacht und bis 5. April 2020 gilt dies für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet, dass die Gemeinden nur zur Grundversorgung oder zur Arbeit verlassen werden dürfen und dann auch nur zum nächstgelegenen Ort. So darf man beispielsweise nicht in den Supermarkt im Nachbarort fahren, wenn es in der eigenen Gemeinde auch eine Einkaufsmöglichkeit gibt. In Italien hat derweil Ministerpräsident Conte angekündigt, dass er die verhängten Ausgangssperren verlängern will. In Italien sind allein gestern rund 475 Personen in Folge des Coronavirus verstorben. In Frankreich soll der Gesundheitsnotstand ausgerufen werden, seit Dienstag gilt auch hier eine Ausgangssperre.

In Deutschland gibt es seit Mittwoch mit Mitterteich in Bayern einen ersten Ort mit Ausgangssperre, am Donnerstagvormittag verkündete der bayerische Ministerpräsident Söder auch für den Landkreis Wunsiedel ähnliche Maßnahmen zu erlassen und schließt eine Ausweitung auf das ganze Bundesland nicht aus.

Update vom 18.03.2020

Die EU-Mitgliedsländer haben beschlossen, die Außengrenzen für Nicht-EU-Bürger zu schließen, ausgenommen sind Menschen mit längerer Aufenthaltsgenehmigung und Bürger Großbritanniens, Norwegens, der Schweiz, Liechtensteins und Islands. Außerdem wurde eine Reisewarnung für alle Länder der Welt ausgesprochen, gestrandete deutsche Urlauber sollen so schnell wie möglich nach Deutschland zurückgebracht werden. In Österreich ist durch das Coronavirus und die damit verbundenen Kontrollen an den deutsch-österreichischen Grenzen das Kleinwalsertal faktisch von der Außenwelt abgeschnitten, in der Schweiz kam es zur größten Mobilmachung der Armee seit dem 2. Weltkrieg. Die Armee soll in den Kantonen die zivilen Behörden zum Beispiel in der Logistik oder beim Transport unterstützen.

Update vom 17.03.2020

Lediglich in Schweden und in Finnland haben in Europa noch Skigebiete geöffnet, eine Reise dorthin ist allerdings nicht empfehlenswert, von Reisen ins Ausland wird generell abgeraten. Auch Reisen innerhalb Deutschlands sind nicht mehr möglich: Die Bundesregierung hat Übernachtungen zu touristischen Zwecken untersagt, zudem wird das öffentliche Leben in Deutschland weiter eingeschränkt. Spielplätze, Sportanlagen und Fitnessstudios müssen ebenso schließen wie Museen, Kinos und Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen. Geöffnet bleiben Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Banken, Tankstellen und ähnliches. Das Robert Koch-Institut stuft das Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung durch das Coronavirus mittlerweile als "hoch" ein.

Auch in der Schweiz wurden die Verordnungen verschärft und am Montagnachmittag der Notstand ausgerufen, bis 19. April müssen dort nun alle Läden, Restaurants, Bars und Freizeiteinrichtungen geschlossen bleiben.

Update vom 16.03.2020

Die Skigebiete in Europa sind mittlerweile fast überall dicht: Am gestrigen Sonntag war für die restlichen Skigebiete in Österreich, für die meisten Skigebiete in Deutschland und für die Gebiete in Frankreich der vorerst letzte Betriebstag der Saison. In der Schweiz hatten die letzten Skigebiete bereits am Samstag ihre Liftanlagen geschlossen. Skibetrieb gibt es lediglich noch in einigen Teile Skandinaviens, auch vereinzelte Skigebiete in den deutschen Mittelgebirgen wie am Fichtelberg im Erzgebirge haben noch geöffnet.

Darüber hinaus rät die deutsche Bundesregierung vor Reisen ins Ausland im Moment generell ab, da die Gefahr besteht, dass eine Rückreise aufgrund verschärfter Maßnahmen nicht mehr möglich sei. Zudem hat Bayern am Montag den Katastrophenfall ausgerufen, damit soll der Kampf gegen das Coronavirus erleichtert werden. In Bayern sowie in weiteren Bundesländern gibt es vermehrt Einschränkungen im Freizeitbereich, so haben Kinos, Schwimmbäder, Fitnessstudios, Klubs und Bars geschlossen.

Update vom 14.03.2020

Am Freitagabend wurde das österreichische Bundesland Tirol offiziell zum Risikogebiet erklärt, der Ort Heiligenblut wurde zusätzlich unter Quarantäne gestellt. Außerdem wurden am Freitag die Schutzmaßnahmen in der Schweiz vom Bundesrat verschärft, was unter anderem die unmittelbare Schließung der meisten Skigebiete in der Schweiz bis 30. April 2020 zur Folge hatte. Lediglich im Berner Oberland und in Luzern haben einige Skigebiete noch geöffnet, dabei gelten aber besondere Vorsichtsmaßnahmen wie Obergrenzen für die Personenanzahl in Gondeln und in Restaurants.

Update vom 13.03.2020

Am Abend des Donnerstags wurde bekannt, dass alle Skigebiete in den österreichischen Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Salzburg ihren Skibetrieb am Sonntag, 15. März 2020, einstellen und alle Unterkünfte am darauffolgenden Montag ebenfalls schließen müssen. Außerdem hat der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündet, dass die beiden Gebiete Paznautal und St. Anton am Arlberg offiziell unter Quarantäne gestellt werden. Ab Montag sollen alle Geschäfte geschlossen bleiben, die nicht der Grundversorgung dienen. Supermärkte, Banken, Apotheke und ähnliches sollen geöffnet bleiben. Auch für Restaurants und Bars wird es Einschränkungen geben.

Update vom 12.03.2020

Nachdem bereits alle Skigebiete in Italien geschlossen haben, kommen nun vereinzelt weitere hinzu: Da der Kanton Tessin in der Schweiz den Notstand ausgerufen hat, müssen auch dort alle Lifte schließen. Auch das Skigebiet Ischgl muss ab Samstag, 14.03.2020, den Skibetrieb für 14 Tage einstellen, da sich dort mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert haben. Die restlichen Skigebiete in Österreich sind noch nicht von Schließungen betroffen, allerdings kommt es überall zu Absagen von Veranstaltungen und Events. 

Update vom 10.03.2020

In der Nacht zum Dienstag hat der italienische Ministerpräsident Guiseppe Conte ganz Italien zur "geschützten Zone" erklärt. Dies bedeutet unter anderem, dass Reisen nur noch aus beruflichen oder medizinischen Gründen erfolgen sollen. Außerdem hat die Regierung angeordnet, dass alle Skigebiete schnellstmöglich schließen sollen und empfohlen, dass Unterkunftsbetriebe bis 3. April 2020 schließen sollen.

Update vom 09.03.2020

Seit Freitag zählt das Robert Koch-Institut auch Südtirol zu den Risikogebieten des Corona-Virus, somit sind auch viele Skigebiete betroffen. Wer aus dem Urlaub aus Südtirol zurückkehrt, sollte - selbst wenn man keine Symptome zeigt - Sozialkontakte für 14 Tage möglichst meiden und beispielsweise mit dem Chef Homeoffice vereinbaren, falls dies möglich ist. Es gibt bereits mehrere Fälle von Reisegruppen, die nach der Rückkehr aus Südtirol in Quarantäne bleiben sollen. Am Montagmittag wurde bekannt gegeben, dass Dolomiti Superski die Skisaison vorzeitig am 10. März 2020 beendet, auch den anderen Skigebieten und Hotels- und Gastrobetrieben in Südtirol wird empfohlen, bis mindestens 3. April 2020 zuschließen.

Für insgesamt 14 Regionen in Norditalien wurde von der italienischen Regierung besondere Regelungen getroffen, so sind beispielsweise Ein- und Ausreisen in die Gebiete nur noch mit triftigem Grund erlaubt, Restaurants dürfen nur noch unter bestimmten Voraussetzungen und eingeschränkt öffnen. Diese Regelungen gelten für Lombardei mit Mailan, Modena, Parma, Piacenza, Reggio Emilia, Rimini, Pesaro und Urbino, Alessandria, Asti, Novara, Verbano Cusio Ossola, Vercelli, Padua, Treviso und Venedig. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in diese Regionen grundsätzlich ab, auch sollte man nicht erforderliche Reisen nach Bozen-Südtirol unterlassen. Als Folge der Ereignisse wurde unter anderem auch das Finale des Ski-Weltcups in Cortina d'Ampezzo vom 18. bis 22. März 2020 ersatzlos gestrichen, der Weltcup endet somit mit den Rennen am kommenden Wochenende in Kranjska Gora bei den Herren bzw. Are bei den Damen.

Update vom 05.03.2020

Das Coronavirus breitet sich langsam aus. Daher werden in den Skigebieten erste Vorsichtsmaßnahmen getroffen: So dürfen zur Zeit weniger Menschen mit den Gondeln italienischer und teilweise Schweizer Skigebiete fahren. Um die Ansteckungsgefahr zu verringern, lassen z. B. die Brunni-Bahnen in Engelberg oder die Betreiber der Marmolada-Seilbahnen nur noch die Hälfte bzw. ein Drittel der zugelassenen Personenzahl pro Gondel mitfahren. Außerdem werden Handläufe und Toiletten mehrmals täglich desinfiziert.

Auch immer mehr Großveranstaltungen werden abgesagt: Die Austragung des Skiweltcup-Finales in Cortina d'Ampezzo steht zur Zeit auf der Kippe. Man überlegt, die Veranstaltung nach Norwegen oder Schweden zu verlegen, die Entscheidung wird in den nächsten Tagen getroffen. Das Musikfestival "Tomorrowland", das vom 14. bis 21. März 2020 in Alpe d'Huez stattfinden sollte, wurde bereits abgesagt.

Stand vom 27.02.2020

Aktuell ist in Europa Italien am stärksten vom Coronavirus betroffen, rund 450 Fälle (Stand: 27.02.2020) sind momentan bestätigt. Der Schwerpunkt des Virus liegt in Norditalien in den Regionen Lombardei und Venetien. Laut Robert Koch Institut sind die Provinz Lodi in der Lombardei und die Stadt Vò in Venetien die beiden einzigen erklärten Risikogebiete in Europa. Als Risikogebiet werden Regionen bezeichnet, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet wird.

Um den Ausbruch einzudämmen, haben die italienischen Behörden am 23. Februar 2020 ein Ein- und Ausreiseverbot für bestimmte Gemeinden verhängt. Außerdem wurden für die kommenden Tage Schulen und Universitäten in der Lombardei, Venetien, der Emilia Romagna, dem Piemont, in Trient und Friaul-Julisch-Venetien geschlossen.

Karte Venetien
Karte Venetien © Tschubby, Wikimedia Commons (CC BY-SA)

Zwar gibt es sowohl in der Lombardei, als auch in Venetien zahlreiche Skigebiete, bisher konzentrieren sich die Erkrankungsfälle allerdings auf das Alpenvorland, Touristenorte sind aktuell nicht betroffen. Dennoch leiden die Skiorte bereits unter Absagen und Stornierungen, dabei herrschen aktuell beste Schnee- und Wetterbedingungen zum Skifahren.

Hintergrund: Geisterspiele und Absagen: Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Sportwelt

Das Coronavirus hat auch starke Auswirkungen auf den Profi-Sport. Kam es zunächst nur zu vereinzelten Absagen oder Verschiebungen von Sportereignissen im asiatischen Raum, wie dem für Februar geplanten Ski-Weltcup im chinesischen Yanqing, gab es bald auch schon starke Einschränkungen im Rest der Welt: Zunächst wurden Sportevents wie Fußballspiele oder die Biathlon-Weltcups ohne Zuschauer ausgetragen, bald reichten diese Maßnahmen aber nicht mehr aus.

Mittlerweile steht überall die Sportwelt still: Die Wintersportarten haben ihre Saison vorzeitig beendet, die Fußball-Bundesliga hat ihren Betrieb erst einmal bis 2. April eingestellt, andere Sportarten haben sich dazu entschlossen, dass in dieser Saison keine Spiele mehr stattfinden, darunter beispielsweise die deutsche Eishockey-Liga DHL. Hier wird es in diesem Jahr kein Play-Offs geben. Am 17.03.2020 hat zudem die UEFA beschlossen, dass die Fußball-Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021 verschoben wird. Was mit den Olympischen Spielen in Tokio geschehen soll, ist noch offen.

Weltcup-Strecke in Cortina
Weltcup-Strecke in Cortina d'Ampezzo © cortinaclassic.com

Was verbirgt sich hinter dem Coronavirus COVID-19?

Das neu entdeckte COVID-19 gehört zur großen Gruppe der Coronaviren, die sowohl Menschen als auch Tiere befallen können. Sie sorgen für Atemwegsprobleme. COVID-19 ist das neueste Virus dieser Gruppe und wurde erst am 31. Dezember 2019 entdeckt.

Coronavirus
Coronavirus © Wikimedia Commons (Public Domain)

Was sind die Symptome?

Die häufigsten Symptome des COVID-19 sind Fieber, Müdigkeit, Halsschmerzen, trockener Husten oder Schnupfen. Einige Betroffene leiden auch unter Durchfall. Manche Erkrankte zeigen auch gar keine Symptome oder fühlen sich nur unwohl. Etwa 80% der Infizierten brauchen keine spezielle Behandlung - nur etwa eine von sechs Personen wird ernsthaft krank. Die Todesfallrate liegt bei insgesamt 2%, dies waren vor allem ältere oder chronisch Kranke. Das Bundesgesundheitsministerium geht sogar von einer geringeren Zahl aus.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Die Inkubationszeit - also die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten erster Symptome - liegt bei 14 Tagen. Das Virus wird von Mensch zu Mensch (man kann den Virus nicht von seinem Haustier bekommen) übertragen, es handelt sich um eine Tröpfcheninfektion.

Beim Niesen, Husten oder Sprechen werden diese Tröpfchen von Infizierten ausgeschieden und verbreiten sich durch die Luft auf Oberflächen und Objekte. Wenn man also um Beispiel einen Tisch angefasst hat, auf dem sich die Krankheitserreger befinden, und danach den eigenen Mund, die Nase oder die Augen berührt, kann man sich anstecken. Da die Krankheitserreger durch die Luft wirbeln, sollte man zur Zeit grundsätzlich einen Sicherheitsabstand von einem Meter zu Kranken halten.

Wie kann man sich schützen?

Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung einer Ansteckung sind folgende:

  • Handhygiene
  • Richtige Nies- und Hustenetikette
  • Nicht an Augen, Mund oder Nase fassen
  • Sozialkontakte weitgehend meiden
  • Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Personen einhalten

Handhygiene

Wichtig ist regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren. Man verwendet hierbei entweder Wasser und Seife oder alkoholhaltige Desinfektionsmittel. So kann man mögliche Keime direkt abwaschen.

Richtige Nies- und Hustenetikette

Am besten hustet oder niest man in die Armbeuge und nicht direkt in die Hand. Wenn man doch in die Handfläche niest oder hustet, sollte man danach immer sofort die Hände waschen oder desinfizieren, bevor man Gegenstände anfasst.

Nicht an Mund, Nase oder Augen fassen

Krankheitserreger verschaffen sich meist über die Schleimhäute Zutritt zum Körper. Daher sollte man nur mit frisch gewaschenen oder desinfizierten Händen Augen, Mund oder Nase berühren.

Sozialkontakte meiden

Wo immer möglich, sollte man auf direkten Kontakt mit anderen Personen verzichten, zum Beispiel im Homeoffice arbeiten oder mit dem Fahrrad statt mit dem Bus fahren. Das Stichwort heißt "Social Distancing".

Sicherheitsabstand einhalten

Wie oben beschrieben, wirbeln die Krankheitserreger durch die Luft. Daher sollte man einen Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Personen einhalten und zum Beispiel an der Kasse im Supermarkt auf Distanz zu den anderen Personen achten.

Durch diese Maßnahmen schützt man nicht nur sich selbst, sondern trägt vor allem zu einer verlangsamten Ausbreitung des Virus bei. So sollen die Kapazitäten der Krankenhäuser und Ärzte nicht überfordert werden. Besonders ältere Menschen ab 60 Jahre und Personen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind gefährdet und sollen durch diese Maßnahmen geschützt werden.

Emoji mit Mundschutz
Nur noch mit Mundschutz? © Vincent Le Moign, Wikimedia Commons (CC BY)

Ist das Tragen einer Gesichts- oder Atemmaske sinnvoll?

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO (Quelle: WHO) brauchen Menschen, die keine Atemwegsbeschwerden haben, auch keine Gesichts- oder Atemmasken zu tragen. Die Masken sollten nur Menschen im Gesundheitswesen oder Menschen mit Symptomen zu tragen.

Wer also keine Symptome hat und nicht in engem Kontakt zu am COVID-19 Erkrankten steht, sollte einfach die oben beschriebenen Sicherheitsmaßnahmen einhalten: Handhygiene, Nies- und Hustenetikette, Sicherheitsabstand und Nicht-Berühren von Schleimhäuten.

Gibt es eine Impfung gegen COVID-19?

Zur Zeit gibt es noch keinen Impfstoff gegen das neue Virus. Es wird an der Entwicklung eines neuen Medikaments gearbeitet. Auch ein Antibiotikum zur Vorbeugung oder Behandlung nützt laut WHO nichts, da Antibiotika nur bei bakteriellen und nicht bei Virusinfektionen wirken.

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