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Räumung der Großglockner Hochalpenstraße

Die Großglockner Hochalpenstraße öffnet alljährlich Anfang Mai

In den Anfangsjahren der Schneeeräumung der Großglockner Hochalpenstraße, schaufelten rund 350 Männer unter großer Anstrengung durchschnittlich 70 Tage lang Schnee, um die Straße einspurig freizulegen. Teilweise mussten Schneewände von zehn Metern mit einfachsten Mitteln wie Handschaufeln bekämpft werden. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Seit 1953 werden die Schneeräumungsarbeiten nun mit fünf Wallack-Rotations-Schneefräsen bewältigt. Zum Vergleich - im Jahre 2011 wurde die Hochalpenstraße zweispurig, in einer Rekordzeit von nur 8 Tagen geräumt. 

Schneeräumung Grossglocknerstraße in den Anfangsjahren
Schneeräumung Großglocknerstraße in den Anfangsjahren um 1935 © Grohag

Die aufwendigste Arbeit im Jahreslauf

Die Frühjahrsschneeräumung der 1935 eröffneten Großglockner Hochalpenstraße war traditionell die aufwendigste Arbeit im Jahreslauf der 48 Kilometer langen Panoramastraße durch die Hohen Tauern. Besonders hilfreich sind dabei die von Dipl-Ing. Franz Wallack, dem legendären Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße, selbst konstruierten Rotations-Schneepflüge; sie kommen seit 1953 zum Einsatz und verringen die Räumdauer der beliebtesten Panoramastraße der Alpen von zuvor 50 bis 70 Tagen auf durchschnittlich10 bis 25 Tage. Ab Anfang bis Mitte April machen sich zwei Räumteams von Norden und von Süden auf den Weg, bis sie sich nun zwischen dem Hochtor-Tunnel (2.504 m) und dem Mittertörl-Tunnel (2.328 m) im Bereich des Brennkogelkars (ca. 2.350 m) treffen.

Historische Maschinen im Einsatz

Bei der Frühjahrs-Schneeräumung der Großglockner Hochalpenstraße
Fräse bei der Frühjahrs-Schneeräumung ©  Grohag / neumayr.cc

Sowohl auf der Nord- wie auf der Südseite sind jeweils zwei dieser inzwischen historischen Maschinen im Einsatz, die mit hohem finanziellen Aufwand erhalten werden. Es gibt sie exklusiv nur am Großglockner. Außerdem kommt bei den Frühjahrsräumungen meist noch ein extrem starker Traktor mit Frässchleuder zum Einsatz; jeweils ein Lkw mit Schneepflug dient dabei häufig als Versorgungsfahrzeug für den benötigten Treibstoff. Mit Hilfe von jeweils einem Pistengerät wird zuvor die zu räumende Trasse festgelegt, weil die Straßenoberfläche vor Beginn der Räumung ja unsichtbar unter einer teils bis zu acht Meter mächtigen Schneedecke liegt. 

Restarbeiten sind noch zu erledigen

Bis zur Straßenöffnung sind noch Arbeiten an den Parkplätzen sowie das Aufstellen von Verkehrsschildern und andere Restarbeiten nötig. Angesichts der Wetterprognose für den Monat April wird die Jubiläums-Saison der Großglockner Hochalpenstraße voraussichtlich planmäßig am 1. Mai beginnen; die knapp neun Kilometer lange Gletscherstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und die Edelweißspitze, mit 2.571 Metern höchster erreichbarer Punkt der Großglockner Hochalpenstraße, wird in 2018 voraussichtlich erst ein bis zwei Wochen später freigegeben.

Seit dem 09.04.2018 sind die Schneeräumungsarbeiten in vollem Gange. Aktuelle Infos gibt es unter facebook.com/grossglocknerstrasse

Schneeräumung der Großglockner Hochalpenstrasse © glockner64

Informationen zur Großglockner Hochalpenstraße

  • Höchstgelegene, befahrene Passstraße in Österreich
  • Strecke Fusch - Heiligenblut
  • Eröffnung 1935
  • 48 Kilometer Länge
  • 36 Kehren
  • 900.000 Besucher in den Monaten Mai bis Oktober
  • Alljährliche Schneeräumung von Anfang April bis Anfang Mai
  • Räumung von 600.000 m³ bis 800.000 m³ Schnee

Die Großglockner Hochalpenstraße befindet sich im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern

Die 48 Kilometer lange Strecke schlängelt sich durch das Zentrum des Nationalpark, von Fusch-Ferleiten in Salzburg nach Heiligenblut in Kärnten. Dabei ist sie die höchstgelegene und befahrbare Passstraße in Österreich. Als höchster befahrbarer Punkt der Gebirgsstraße gilt die Edelweißspitze auf 2.571 Meter.  

Das Befahren der Großglockner Hochalpenstraße kostet je nach Ticket ab 19,50 Euro

Ein Tagesticket für E-Motorräder ist für 19,50 Euro, für E-PKWs und Motorräder zu 26 Euro erhältlich. PKWs zahlen 36 Euro. Die Tageskarten können an einem frei gewählten Tag mehrmals genutzt werden. Falls wegen einer Übernachtung der Ausreisetag zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt, wird keine zweite Karte benötigt. Weitere Ticketformen sind Saisonkarten, die 30-Tages-Karte, Rundfahrkarten oder Tour-Tickets für Motorradfahrer. Wer möchte kann sein Ticket für die Hochalpenstraße online von zu Hause aus bestellen. Die ermäßigten Vorverkaufstickets gibt es bei ÖAMTC, ADAC und ARBÖ.

Der Bau der Hochalpenstraße begann im Jahr 1930

Am 30. August 1930 wurde mit einer ersten Sprengung mit dem Bau der Alpenstraße begonnen. Etwa 4.000 Mann arbeiteten an der neuen Nord-Süd-Verbindung. Fünf Jahre später am 3. August 1935 wurde die Großglockner Hochalpenstraße vom Bundespräsidenten Wilhelm Miklas feierlich eröffnet.

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