Skifahren in Corona-Zeiten: Die aktuelle Lage

20.01.2022
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Welche Vorschriften gelten aktuell bei der Einreise in die Alpenländer?

Ihr wollt euch über die aktuellen Corona-Regelungen informieren? Wir geben einen Überblick über die aktuelle Lage in den Alpenländern und welche Regelungen bei der Ein- und Ausreise und vor Ort gelten.

Die Einreise-Regelungen in ...

... Österreich

Die deutsche Bundesregierung stuft Österreich wegen hoher Corona-Infektionszahlen erneut als Hochrisikogebiet ein. Ausgenommen davon sind die Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindebiet von Vomp sowie Eben am Achensee. Wer nach dem 16.01.22 aus Österreich nach Deutschland einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Die Quarantäne verkürzten kann man frühestens nach fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test. Kinder unter 6 Jahren sind von der Nachweispflicht befreit. Für sie endet die Quarantäne nach Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet nach dem fünften Tag der Einreise automatisch.


Seit dem 20. Dezember dürfen Einreisende aus Deutschland nur noch mit einem gültigen 2G-Nachweis nach Österreich einreisen. Genau heißt das, jeder muss dreifach geimpft ("geboostert") oder genesen sein. Wer keine Auffrischungsimpfung vorzeigen kann, muss einen aktuellen PCR-Test vorlegen. Ansonsten müssten die Reisenden sofort in Quarantäne. Personen ohne PCR-Test oder Booster-Impfung unterliegen der Registrierungspflicht und müssen bis zur Vorlage eines negativen PCR-Testergebnis entsprechend eine Heimquarantäne einhalten.


Für ungeimpfte Kinder bis 15 Jahre gelten Sonderregeln: Für Kinder unter zwölf Jahren ist kein 2G-Nachweis erforderlich. Für ungeimpfte oder nicht vollständig geimpfte schulpflichtige Kinder gibt es die Möglichkeit des Holiday Ninja Passes, der als 2G-Nachweis gilt. Der Pass ist ein Nachweis über eine regelmäßige Testung. Für die Einhaltung muss man innerhalb der ersten fünf Tage mindestens drei Tests machen, zwei davon müssen PCR-Tests sein. Diese Regel gilt für schulpflichtige Kinder bis zum Stichtag 1. September 2006, wer früher geboren ist, für den gilt die "normale" 2G-Regel.


Seit dem 13. Dezember 2021 gilt in Österreich ein bundesweite Lockdown in Österreich für Ungeimpfte. In öffentlichen Bereichen gilt die 2G-Regel („geimpft oder genesen“) sowie eine FFP2-Maskenpflicht - seit Anfang Januar 2022 gilt die Maskenpflicht auch im Freien, wenn der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, zum Beispiel in Fußgängerzonen.


Für Personen ohne gültigen 2G-Nachweis besteht weiterhin eine generelle Ausgangsbeschränkung. Nur unter bestimmten Voraussetzungen (Arbeit, Ausbildung, Einkauf von lebensnotwendigen Gütern etc.) dürfen diese Personen ihren eigenen Wohnbereich verlassen.


Für Geimpfte und Genesene gelten je nach Bundesland verschiedene Regelungen, aktuell gibt es nur noch bestimmte Mindeststandards, die landesweit gelten - zum Beispiel das Verbot Nachtlokale oder Après-Ski-Bars zu öffnen. Auch Stehgastronomie und normaler Barbetrieb sind verboten. Für die Gastronomie gibt es eine Sperrstunde ab 23 Uhr.


... der Schweiz

Aktuell sind Reisen in die Schweiz möglich aber das gesamte Land gilt seit dem 05.12.2021 als Hochrisikogebiet.


Das bedeutet es gibt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Dadurch wird es Touristen erleichtert, eine kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen durchzuführen. Ein Reiseverbot bedeutet die Warnung nicht. Ungeimpfte müssen nach der Rückreise aus der Schweiz für zehn Tage in Quarantäne.


Grundsätzlich gilt jedoch für alle Einreisenden in die Schweiz unabhängig von Herkunftsland und Transportmittel die Pflicht, das sogenannte Passenger Locator Form (PLF) auszufüllen, welches bei der Einreise vorzuweisen ist.


Ab Samstag, 22. Januar, müssen geimpfte und genesene Personen vor der Einreise in die Schweiz keinen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltests mehr vorweisen. Nicht geimpfte und nicht genesene Personen müssen weiterhin einen negativen Test vorweisen. Jedoch wird aufgrund der beschränkten Testkapazitäten im Inland künftig auf die Pflicht eines zweiten Tests vier bis sieben Tage nach der Einreise verzichtet. Damit gilt für die Einreise in die Schweiz die 3G-Regel.


Weitere Details gibt es auf der Website des Schweizer Bundesamts für Gesundheit. Wer per Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus in die Schweiz einreist, muss seine Kontaktdaten in einem elektronischen Einreiseformular erfassen. Einreisende per Flugzeug müssen außerdem entweder geimpft oder genesen sein, oder einen negativen PCR-Test vorweisen. Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss zudem in eine 10-tägige Quarantäne.


... Italien

Seit dem 01. Januar 2022 wird Italien vom Robert Koch-Institut als Hochrisikogebiet eingestuft. Damit müssen Reiserückkehrer sich online registrieren. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich außerdem in eine zehntägige häusliche Quarantäne begeben, diese kann frühestens nach fünf Tagen durch Freitesten frühzeitig beendet werden.


Eine Einreise nach Italien ist möglich. Urlauber müssen sich allerdings vorab über ein Online-Formular anmelden und einen aktuellen negativen Antigen- oder PCR-Test vorlegen, wenn sie geimpft oder genesen sind. Der PCR-Test darf max. 48 Stunden alt sein, der Antigen-Schnelltest max. 24 Stunden. Ungeimpfte müssen sich nach der Einreise nach Italien unverzüglich in eine 5-tägige Quarantäne begeben. Eine Ausnahme gibt es für Minderjährige ab sechs bis unter 18 Jahren, sie sind von der Quarantäne befreit, wenn sie mit einem Elternteil einreisen, das als geimpft oder genesen gilt.


... Frankreich

Einreisende aus EU-Ländern nach Frankreich brauchen einen aktuellen, negativen PCR-Test oder Antigentest oder müssen vollständig geimpft oder genesen sein. Um als geimpft zu gelten, müssen Personen ab 65 Jahren ab Mitte Dezember entweder "geboostert" sein (also die 3. Impfung erhalten haben) oder ihre 2. Impfung darf nicht länger als sechs Monate her sein.


Für minderjährige Kinder gelten die gleichen Vorgaben wie für die sie begleitenden Erwachsenen - unabhängig vom eigenen Impfstatus. Kinder ab zwölf Jahren benötigen einen eigenen PCR- oder Antigen-Test.


Seit dem 19. Dezember gilt Frankreich als Hochrisikogebiet. Deshalb warnt das Auswärtige Amt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Frankreich, ein Verbot zu Reisen ist dies allerdings nicht. Damit müssen sich alle Rückkehrer von Frankreich nach Deutschland digital zur Einreise anmelden, Ungeimpfte müssen zehn Tage in Quarantäne, diese kann nach fünf Tagen mit negativen Test verkürzt werden.



Was ist bei der Rückreise nach Deutschland zu beachten?

Ob es Einschränkungen bei der Rückreise nach Deutschland gibt und welche Regelungen gelten, ist abhängig von der Einstufung des Reiselands als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet. Einen Überlick über die aktuell geltenenden Vorschriften und Einstufungen gibt das Auswärtige Amt.



Sicherheitsmaßnahmen in den Skigebieten

In Deutschland dürfen Skigebiete aktuell öffnen, jedoch gelten auch hier wie in allen anderen Bereichen auch bestimmte Hygiene- und Sicherheitsregeln zur Covid 19-Prävention. Derzeit gilt die 2G-Regel, Zutritt ist also nur für Geimpfte und Genesene erlaubt. Zudem ist die Maskenpflicht in Seilbahnen und Anstehbereichen obligatorisch.


In Österreich gilt wie in allen anderen Alpenländern auch die Maskenpflicht in Berg- und Seilbahnen. Skigebiete dürfen regulär öffnen, Skipässe aber nur an Geimpfte und Genesene verkauft werden (2G).


In der Schweiz gilt ebenfalls eine Maskenpflicht in Stationen und Liften, dabei sind jedoch auch Stoffmasken, die den nationalen Standards entsprechend, erlaubt. Für Pendel- und Standseilbahnen gibt es eine Kapapzitätsbeschränkung, außerdem sollen die Fenster in den Kabinen permanent geöffnet bleiben.


Bitte beachten: Da sich die Maßnahmen, gesetzlichen Vorgaben und Regelungen lokal unterscheiden können, geben wir hier nur einen groben Überblick. Es ist deshalb ratsam, sich vor Anreise direkt beim Skigebiet oder dem Tourismusverband über die aktuell geltenden Regeln zu informieren.

Diese Regeln gelten in den Skigebieten in Österreich

Generell gilt in Österreich für den Zugang zum Skigebiet die 2G-Regel, den Impf- oder Genesenen-Nachweis muss man immer bei sich tragen. Er wird in der Regel beim Zutritt in das Skigebiet kontrolliert. Außerdem gibt es weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht im Innenraum von Seilbahnstationen, Warteschlangen und ähnlichem sowie während der Fahrt in Gondeln und Sesselliften mit geschlossener Haube. Dafür soll es keine Kapazitätsbeschränkungen bei den Beförderungsanlagen mehr geben.


Wer am Berg eine Hütte oder ein Restaurant besuchen will, für den gilt die 2G-Regel, d.h. man muss entweder geimpft oder genesen sein und dies durch eine entsprechende Bestätigung nachweisen. Außerdem werden die Kontaktdaten erfasst und außerhalb des Sitzplatzes gibt es ein eine FFP2-Maskenpflicht. Die 2G-Regel gilt ebenso für die Hotellerie. Ab 1. Februar 2022 wird in Österreich eine generelle Impflicht eingeführt werden.

Alle Angaben ohne Gewähr

Wann und wo die Winter-Saison 2021 / 2022 eröffnet wird, erfahrt Ihr hier, in unserem Saisonkalender.

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