Silvretta Montafon testet umweltfreundlichen Treibstoff für Pistenbullys

07.04.2022
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Bis zu 90% weniger CO2-Emissionen

Als erstes Skigebiet in Vorarlberg testet Silvretta Montafon einen neuen Kraftstoff für Pistenbullys: Eines der Fahrzeuge wird zukünftig mit HVO betankt und gemeinsam mit dem Hersteller Kässbohrer in einem Pilotprojekt auf Praxistauglichkeit getestet.

Was ist HVO?

HVO steht für Hydrogenated Vegetable Oils und ist ein Kraftstoff, der auf hydrierten pflanzlichen Fettabfällen - beispielsweise Öl- und Fettabfällen der Lebensmittelindustrie - basiert, die in Kohlenwasserstoffe umgewandelt werden. Dabei entsteht ein Dieselprodukt, das gänzlich fossilfrei ist und ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Mit HVO kann man alle modernen Dieselfahrzeuge betanken, ein großer Vorteil, denn so ist eine Umrüstung einzelner Fahrzeuge oder der ganzen Fahrzeugflotte nicht nötig.


Im Vergleich zu herkömmlichen Diesel können die CO2-Emissionen um 65 bis 90% gesenkt werden, außerdem hat HVO bessere Eigenschaften in Bezug auf Verbrennung, Filtrierbarkeit und Tieftemperatureigenschaften.

Alternative Antriebstechnologien werden auch für Skigebiete immer wichtiger

Gemeinsam mit dem Pistengeräte-Hersteller Kässbohrer und Leikermoser Energiehandel testet Silvretta Montafon nun in einem Pilotprojekt den neuen Kraftstoff auf seine Praxistauglichkeit, auch im Hinblick auf Leistung und Verbrauch. Das Skigebiet ist offizieller Testpartner von Kässbohrer im Bereich alternativer Antriebstechnologien für Pistengeräte.


Das Thema wird - auch vor dem Hintergrund immer weitere steigender Preise für Energie und herkömmlicher Kraftstoffe - immer wichtiger, auch vielen Wintersportlern ist es wichtig, dass Antriebstechnologien möglichst nachhaltig sind und ihr CO2-Fußabdruck auch im Winterurlaub nicht zu groß wird. Deshalb hoffen alle Beteiligten, dass sich der neue Kraftstoff in der Praxis bewährt.

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