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Mit dem Zug ins Skigebiet

In welchen Skigebieten liegt der Bahnhof nahe den Skipisten?

Die meisten Skiurlauber reisen mit dem Auto an, schließlich hat man im Skiurlaub meist jede Menge Gepäck dabei und viele Skiorte haben keinen Bahnhof. Dabei hat die Anreise per Bahn einige Vorteile. Wir stellen zehn Skigebiete vor, die gut mit dem Zug zu erreichen sind und wo der Weg vom Bahnhof bis zum Einstieg ins Skigebiet kurz ist.

Welche Vorteile bietet eine Anreise mit dem Zug ins Skigebiet?

Wer für die Anreise ins Skigebiet den Zug statt das Auto wählt, muss sich um Stau und viel Verkehr auf den Straßen keine Sorgen machen - gerade für Familien mit Kindern, die in den staureichen Ferien fahren müssen, ein Pluspunkt. Mehr Entspannung bietet eine Zugfahrt auch für den Fahrer, vor allem, wenn man sehr früh am Morgen oder spät am Abend starten möchte - im Zug kann man beruhigt dösen, lesen oder spielen.

Weitere Vorteile: Man muss sich vor der Fahrt keine Sorgen um die Winterausrüstung des Autos machen und die Anfahrt ist umweltfreundlicher als mit dem eigenen Auto. Und auf einigen Bahnstrecken kann bereits die Anreise zum ersten Highlight des Urlaubs werden: Beeindruckende Ausblicke bietet beispielsweise die Fahrt mit der Rhätischen Bahn nach Arosa oder Davos.

Dafür muss man sich bei der Anreise mit dem Zug mit dem Gepäck etwas einschränken - wer aber seine Skiausrüstung sowieso vor Ort im Skigebiet ausleiht und im Hotel übernachtet, für den sollte eine Zugreise kein Problem sein. Und wenn man sich den Umstand mit dem Gepäck ganz ersparen möchte: Ein Gepäckservice ist buchbar.

Zehn gut geeignete Skigebiete für die Anreise mit der Bahn

Garmisch-Partenkirchen: Mit dem Zug zur Zugspitze

Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen
Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen © Alex Morley (CC BY-SA 3.0) via Wikimedia Commons

Der bayerische Wintersportort Garmisch-Partenkirchen am Fuß der Zugspitze hat seinen eigenen Bahnhof und ist gut an den Regional- und Fernverkehr angebunden. Vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen kann man direkt in die Zahnradbahn umsteigen, die über Grainau auf die Zugspitze fährt, alternativ sind es rund 20 Minuten Fußweg zur Talstation der Hausbergbahn ins Skigebiet Garmisch Classic.

Am Wochenende gibt es ICE-Direktverbindungen von vielen deutschen Städten nach Garmisch, darunter beispielsweise Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt. Täglich fährt der Regionalverkehr ab der bayerischen Landeshauptstadt München im Stundentakt, die Regionalbahn braucht 1:20 h. Für Tagesausflügler aus München gibt es ein ganz besonderes Angebot: In einem Kombi-Ticket sind die Hin- und Rückfahrt mit dem Zug und der Tagesskipass inklusive.


St. Anton am Arlberg: Mit dem Zug zur Wiege des alpinen Skilaufs

Der Bahnhof von St. Anton befindet sich mitten im Ortszentrum. Unmittelbar in der Nähe liegt die Talstation der Rendlbahn, die ins Skigebiet führt. St. Anton ist Teil des Skigebiets Ski Arlberg mit insgesamt 305 km Pisten.

In St. Anton halten alle wichtigen internationalen Schnellzüge. So braucht man mit der Bahn ungefähr drei Stunden ab München, von der österreichischen Hauptstadt Wien ist man in rund 5 h in St. Anton, von Zürich in der Schweiz beträgt die Fahrtdauer mit dem Zug etwa 2,5 Stunden.


Kitzbühel: Mit dem Zug zum legendären Hahnenkamm

Der berühmte Wintersportort Kitzbühel in Tirol ist gut mit der Bahn zu erreichen. Unweit vom Kitzbüheler Bahnhof befinden sich die Talstationen von Hornbahn und Hahnenkammbahn, die ins Skigebiet führen. Von hier eröffnen sich die 185 km des Skigebiets, in dem sich mit der legendären Streif die schwerste Skiabfahrt der Welt befindet.

Ab Wien besteht stündlich Anschluss nach Kitzbühel, am Wochenende gibt es sogar eine Direktverbindung ohne Umsteigen. Fernzüge verkehren bis zum Bahnhof im nahegelegenen Wörgl, von dort geht es dann weiter nach Kitzbühel. In Wörgl hält beispielsweise auch der ÖBB Nachtreisezug Nightjet, der täglich aus dem Norden Deutschlands und aus dem Rheingebiet verkehrt.


Schladming: Zum Skifahren in die Steiermark

Der Bahnhof in Schladming liegt rund zwölf Gehminuten zu den Bergbahnen Planai West und Rohrmoos I entfernt. Diese bringen die Wintersportler in die Skigebiete Planai und Hochwurzen, die Teil der Skiregion Schladming-Dachstein mit insgesamt 125 Pisten sind.

Nach Schladming gibt es Direktverbindungen per Zug von Innsbruck, Salzburg und Graz aus, wer von Wien anreist, muss ein Mal umsteigen. Ebenfalls einen direkte tägliche Zugverbindung besteht mit der bayerischen Landeshauptstadt München.


Seefeld: Mit dem Zug in die Olympiaregion

Bahnhof in Seefeld
Bahnhof in Seefeld © Renardo la vulpo (CC BY-SA 4.0) via Wikimedia Commons

In Seefeld liegt der Bahnhof nicht nur direkt in der Fußgängerzone, sondern auch unweit der Bergbahnen. In rund 20 Minuten ist man zu Fuß vom Bahnhof bis zu den Bergbahnen Rosshütte gelaufen, noch näher liegen Geigenbühel- und Birkenlift.

Im Regionalverkehr ist Seefeld von den Großstädten München und Innsbruck mehrmals täglich zu erreichen, außerdem gibt es seit Dezember 2018 auch eine direkte ICE-Verbindung aus Deutschland nach Seefeld, diese Verbindung wird das ganze Jahr über an den Wochenenden angeboten.


Hopfgarten: In die SkiWelt mit dem Zug

Der Ort Hopfgarten ist der richtige Einstiegspunkt für alle, die mit dem Zug in die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental anreisen wollen. Der Bahnhof von Hopfgarten liegt unmittelbar in der Nähe der Salvenbahn I, die direkt ins Skigebiet führt.

Acht Mal täglich gibt es eine Verbindung von Salzburg nach Hopfgarten, die Fahrt beträgt rund 1:45 h. Am Wochenende gibt es auch eine Direktverbindung mit München, die Fahrt dauert etwa zwei Stunden und 15 Minuten. Weitere Fernverbindungen wie beispielsweise aus dem Rheingebiet von Köln und Düsseldorf bzw. aus Richtung Hamburg und Hannover über das nahegelegene Wörgl möglich.


Mayrhofen: Mit der Zillertalbahn ins Skigebiet

Der beliebte Partyort Mayrhofen im Zillertal hat einen eigenen Bahnhof, auf dem die Zillertalbahn verkehrt. Vom Bahnhof sind es rund zehn Minuten Fußweg bis zur Talstation der Penkenbahn.

Die Fernzüge halten in Jenbach, das rund 30 km von Mayrhofen entfernt am Eingang des Zillertals liegt. Reisende müssen hier in die Zillertalbahn umsteigen, die auch in Mayrhofen hält. Von Jenbach gibt es zahlreiche Fernverbindungen, unter anderem verkehrt dort sieben Mal pro Tag eine EC-Verbindung nach München in Bayern.


Zermatt: Anreise mit dem Zug verpflichtend

Matterhorn Gotthard Bahn auf dem Weg nach Zermatt
Matterhorn Gotthard Bahn auf dem Weg nach Zermatt © Foto: Matterhorn Gotthard Bahn/Swiss Travel System - swiss-image.ch/David Bumann 

Der legendäre Schweizer Ort Zermatt im Schatten des Matterhorns ist seit Jahrzehnten autofrei und für Besucher mit dem eigenen PKW nicht erreichbar. Wer mit dem Auto anreist, muss es in Täsch parken und ab dort in den Zug nach Zermatt umsteigen. Hier ist die Anreise mit der Bahn also der Normalfall. Wer den ganzen Weg mit dem Zug zurücklegen möchte: Die Fernverkehrszüge fahren bis Visp, ab dort steigt man um in die Matterhorn Gotthard Bahn, die im Halbstundentakt verkehrt - ein einzigartiges Erlebnis!

Direkt am Zermatter Bahnhof kann man in die Gornergratbahn wechseln, eine Zahnradbahn, die Wintersportler und Ausflügler auf das 3.089 m hohe Gornergrat bringt.


Arosa: Vom Zug direkt in die Gondel

Der Bahnhof in dem Schweizer Skiort Arosa in Graubünden liegt nur wenige Schritte von der Talstation der Weißhornbahn entfernt, die die Wintersportler bis auf eine Höhe von 2.653 m bringt. Das Skigebiet hat gemeinsam mit den verbundenen Pisten in Lenzerheide insgesamt 225 km Piste.

Wer nach Arosa mit dem Zug reist, fährt bis Chur mit der SBB und steigt dort in die Rhätische Bahn um, die sich idyllisch hoch bis nach Arosa schraubt. In Chur halten alle wichtigen internationalen Züge, so gibt es beispielsweise eine direkte Verbindung ohne Umsteigen von Frankfurt und von Freiburg im Breisgau aus.


Davos: Verbunden über die Rhätische Bahn

Steinbogenbrücke bei Davos
Steinbogenbrücke bei Davos © Foto: Destination Davos Klosters/Stefan Schlumpf

Der Schweizer Luftkurort Davos ist über die Rhätische Bahn auf der Schiene zu erreichen. Wer mit dem Zug anreist, fährt bis nach Landquart mit der SBB, dort steigt man um in die Rhätische Bahn. Die Fahrtdauer beträgt ab Zürich rund 2:20 h, ab Basel ist man mit dem Zug rund 5:20 h bis nach Davos unterwegs. Wer aus Deutschland mit dem Zug anreist, muss in der Regel in Zürich umsteigen.

Der Bahnhof Davos Platz liegt nur wenige Meter von der Talstation der Jakobshornbahn entfernt, die einen der sechs Skiberge von Davos Klosters erschließt.

Über Nacht ins Skigebiet: Der ÖBB Nachtreisezug Nightjet

Wer Zeit sparen und über Nacht ins Skigebiet an- bzw. abreisen möchte, für den kann das Angebot des ÖBB Nightjet interessant sein. Der Nachtreisezug verkehrt täglich über Nacht nach Innsbruck und zwar sowohl von Norddeutschland aus unter anderem über Hamburg, Hannover und Frankfurt Flughafen, als auch aus dem Rheingebiet mit Köln und Düsseldorf. Bei beiden Zügen ist auch die Mitnahme von PKWs oder Motorrädern möglich. Übernachten kann man komfortabel im Schlafwagen, alternativ im Liegewagen oder im Sitzwagen.

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