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Das Salzburger Land ist die Heimat des Weihnachtslieds Stille Nacht

Auf den Spuren des berühmtesten Weihnachtslieds des deutschen Sprachraums

In der St. Nikola Kirche in Oberndorf bei Salzburg erklang erstmals im Jahr 1818 das Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht". Im Salzburger Land gibt es sechs wichtige Orte, die mit dem Weihnachtslied verknüpft sind. So können sich Besucher auf die Spuren des weltbekannten Stücks machen: Die Reise führt einmal quer durch das SalzburgerLand und gibt einen guten Einblick in das Leben und Wirken von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber, den beiden Schöpfern des Lieds.

Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr haben "Stille Nacht" geschrieben

Sechs "Stille Nacht-Orte" kann man im Salzburger Land besichtigen, die alle eng mit den beiden Urhebern des Lieds verbunden sind. Der Text stammt von Pfarrer Joseph Mohr, dessen Lebensweg ihn von Salzburg nach Mariapfarr, Oberndorf und nach Wagrain führte. Der Komponist Franz Xaver Gruber wirkte in Arnsdorf, Oberndorf und Hallein.

Joseph Mohr hat in Salzburg seine Kindheit und Jugend verbracht

Joseph Mohr wurde in Salzburg geboren und verlebte dort seine Kindheit und Schulzeit. In Salzburg kann man das Taufbecken im Salzburger Dom entdecken, in dem neben Joseph Mohr bereits W. A. Mozart getauft worden war. Weiter führt der Rundgang auf den Spuren von "Stille Nacht" in die Steingasse, wo Mohr mit seiner Mutter und den drei Geschwistern aufwuchs.

Das Taufbecken von Joseph Mohr im Salzburger Dom
Mohrs Taufbecken © SalzburgerLand Tourismus/Salzburg, Kathrin Gollackner

Am Makartplatz besuchte er das Priesterseminar, während seiner Schulzeit verdiente sich Joseph Mohr ein kleines Zubrot als Sänger und Violinist bei musikalischen Aufführungen des Lyzeums und des Benediktinerklosters St. Peter am Fuße des Mönchsbergs. Im akademischen Gymnasium, das er ebenso besuchte, ist heute die Universität Salzburg mit der neu restaurierten Großen Aula untergebracht.

Franz Xaver Gruber war Lehrer in Arnsdorf

Das Schulhaus in Arnsdorf, einem kleinen Ort nördlich der Stadt Salzburg, in dem Franz Xaver Gruber 21 Jahre gelebt hatte und in dem er die Melodie zu "Stille Nacht" komponiert hat, ist in seinem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Die einstige Wohnung ist als Museum eingerichtet.

Stille Nacht-Autograph im Franz-Gruber-Museum in Arnsdorf
Stille Nacht-Autograph © SalzburgerLand Tourismus, Gulliver Theis

Es vermittelt anschaulich das einfache Leben eines Dorfschullehrers, zeigt Autographen (Niederschriften) von früheren Kompositionen Grubers, Bilder, Fotos sowie Möbel und Gerätschaften des alltäglichen Gebrauchs. Direkt neben dem Schulhaus befindet sich die Wallfahrtskirche, in der Gruber die Orgel spielte. Als Glockenspiel der Kirche ertönt die weltberühmte Melodie.

Oberndorf bei Salzburg ist der Welturaufführungsort von "Stille Nacht"

Oberndorf liegt rund 20 Kilometer nördlich von Salzburg und hat als "Stille Nacht Gemeinde" weltweiten Ruhm erlangt. Joseph Mohr war hier als Priester tätig, Franz Xaver Gruber als Lehrer. Die beiden Männer wohnten für zwei Jahre parallel in Oberndorf und schufen während dieser Zeit das bekannteste Weihnachtslied im deutschen Sprachraum. Jahr für Jahr kommen mehr als 50.000 Besucher aus aller Welt, um seinen Entstehungsort zu besichtigen.

An Stelle der ehemaligen St. Nikolaus Kirche, wo 1818 das Lied zum allerersten Mal erklang, wurde die Gruber-Mohr-Gedächtniskapelle errichtet, die weithin bekannt ist als "Stille-Nacht-Kapelle".

Blick auf die verschneite Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf
Stille-Nacht-Kapelle © SalzburgerLand, Eva-Maria Repolusk/eva trifft.

Das Stille-Nacht-Museum im Bruckmannhaus informiert über die Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte des Liedes sowie über die interessante Orts- und Salzschifffahrtsgeschichte die mit dem Lied eng verwoben ist. Besonderer Besuchermagnet ist das weihnachtliche "Stille Nacht Sonderpostamt": Hier können die Besucher ihre Weihnachtspost, versehen mit der Weihnachts-Sondermarke und dem Sonderstempel, direkt vom Erstaufführungsort in alle Welt versenden.

In Mariapfarr verfasst Joseph Mohr das Gedicht "Stille Nacht"

Im Jahr 1996 wurde der Beweis dafür geliefert, dass Joseph Mohr das Gedicht "Stille Nacht" 1816 in seiner Zeit als Kaplan in Mariapfarr verfasst hat. Das Stille-Nacht-Museum umfasst eine detaillierte Dokumentation über das Leben von Joseph Mohr und seiner Familie, die seit dem 17. Jahrhundert im Lungau ansässig war.

Die Weihnachtskrippe im Stille-Nacht-Museum Mariapfarr
Weihnachtskrippe in Mariapfarr © SalzburgerLand Tourismus/Mariapfarr, Kathrin Gollacher

Zu den Attraktionen des Museums zählt die große Weihnachtskrippe in der rekonstruierten "Mohr-Stube". Die rund 100 Figuren stammen aus dem Jahr 1750 und hatten bereits zu Mohrs Zeiten die Weihnachtskrippe geschmückt. Die Pfarrkirche "Unsere Liebe Frau" nahm eine besondere pastorale und historische Stellung innerhalb es Erzbistums Salzburg ein, im Ortsteil Stranach kann die Scharglerkeusche, das Haus der Vorfahren Joseph Mohrs, besichtigt werden.

Wagrain ist Joseph Mohrs letzte Wirkungsstätte

In Wagrain erinnert die Joseph Mohr Gedächtnisorgel in der Pfarrkirche an das Wirken des sozialen Vikars, der hier seine letzten einundzwanzig Lebensjahre verbrachte. Gegenüber der Kirche liegt der Wagrainer Pfarrhof, ein typischer zweigeschossiger Pongauer Pfarrhof, den Mohr neben seinem Amt als Vikar bewirtschaftete.

Mohrs Grab befindet sich am Haupteingang der Kirche an der 400-jährigen Kirchenlinde. Nicht weit davon entfernt beherbergt das Karl Heinrich Waggerl-Haus einen liebevoll eingerichteten Museumsraum zum Leben und Wirken von Joseph Mohr.

Gedenktafel vor der Grabstätte von Joseph Mohr in Wagrain
Grabstätte von Joseph Mohr © SalzburgerLand Tourismus, Gulliver Theis

In Hallein befindet sich Franz Xaver Grubers Grab

In Hallein, rund 15 Kilometer südlich von Salzburg, lebte der ehemalige Lehrer Franz Xaver Gruber von 1835 bis zu seinem Tod im Jahre 1863. In seinem damaligen Wohnhaus direkt gegenüber der Halleiner Stadtpfarrkirche ist heute ein bemerkenswertes Stille Nacht-Museum eingerichtet, das die komplette Dokumentation des Weihnachtslieds, seine Gitarre und Einrichtungsgegenstände seiner einstigen Wohnung zeigt. Das Archiv verwahrt drei Musikinventare, die Gruber während seiner Halleiner Zeit als Chorregent und Choralist angelegt hat.

Blick auf das Gruber-Haus mit der Grabstätte in Hallein
Das Gruber-Haus mit seinem Grab © SalzburgerLand Tourismus/Hallein, Kathrin Gollackner

Direkt vor dem Museum im "Stille Nacht"-Bezirk befindet sich auch Grubers letzte Ruhestätte, die liebevoll gepflegt und jedes Jahr am 24. Dezember zum "Singen am Grubergrab" von Gästen aus aller Welt besucht wird.

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