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Was ist besser: Ischgl oder Sölden?

Welches ist das attraktivere Skigebiet?

Ischgl und Sölden gehören zu den beliebtesten Skigebieten in Österreich. So transportiert die Silvrettaseilbahn in Ischgl jedes Jahr rund 17 Millionen Fahrgäste. Aber welches Skigebiet ist besser? Wo gibt es mehr Pisten, modernere Lifte oder die bessere Infrastruktur?

Wer überzeugt in Sachen Pisten?

Ischgl bietet gemeinsam mit Samnaun insgesamt 238 Pistenkilometer, in Sölden gibt es 146 km Pisten. Die Hälfte der Abfahrten in Sölden sind der leichten Kategorie zuzuordnen, knapp 50 km sind rote Pisten und knapp 30 km Abfahrten sind schwarz. In Ischgl liegt der Fokus klar auf den roten Pisten: 157 km Abfahrten dieser Kategorie hat das Skigebiet zu bieten. Dazu kommen 34 km schwarze und 47 km blaue Pisten.

Die Pisten rund um dasHauptgebiet von Ischgl sind sehr kompakt angelegt, es gibt viele Verbindungsstrecken und man braucht relativ wenig Zeit um von einem zum anderen Ende des Skigebiets zu gelangen. Dafür kann es an den Knotenpunkten in der Hauptsaison voller werden. In Sölden sind die Abfahrten - vor allem an den Gletschern - weitläufiger verteilt. Dies führt dazu, dass man dort auch zu Hauptzeiten meist eine ruhige Ecke findet, dafür benötigt man für den Transit länger. Was besser gefällt, hängt auch von den persönlichen Vorlieben ab.

Pisten am Rettenbachgletscher in Sölden
Pisten am Rettenbachgletscher in Sölden © Ötztal Tourismus

Welches Skigebiet ist schneesicherer?

In puncto Schneesicherheit besticht Sölden durch seine beiden Gletscher, den Tiefenbach- und den Rettenbachgletscher. Dadurch ist hier ein früher Saisonstart meist Anfang bis Mitte Oktober gesichert. Am Rettenbachgletscher findet deshalb auch seit Jahren der Auftakt des Ski-Weltcups Ende Oktober mit einem Riesenslalom statt. Zudem erstrecken sich die Pisten bis auf eine Höhe von 3.340 Metern, die Skisaison dauert in der Regel bis Anfang Mai.

Bei Höhe und Gletscher kann Ischgl nicht mithalten: Der höchste Punkt des Skigebiets liegt bei 2.864 Metern. Dennoch gilt Ischgl als eines der schneesichersten Nicht-Gletschergebiete. Insbesondere die Nordhänge sind sehr schneesicher und das Skigebiet verfügt über eine schlagkräftige Beschneiungsanlage. So dauert die Skisaison in Ischgl meist von Ende November bis Anfang Mai.

Einblicke ins Skigebiet Sölden

Welches Skigebiet hat die besseren Liftanlagen?

Ischgl besticht seit Jahren durch eine der modernsten Liftangebote Österreichs: Jedes Jahr wird kräftig in Neuerungen investiert und so kann das Skigebiet nahezu jeden Winter mit einer neuen Bahn aufwarten. Zum Winter 2018/2019 wurde beispielsweise die alte Gampenbahn durch einen neuen, modernen 6er-Sessellift ersetzt. So können auf den 45 Liftanlagen des Skigebiets insgesamt 94.671 Personen pro Stunde transportiert werden.

Sölden verfügt ebenfalls über eine moderne Ausstattung, allerdings gibt es hier auch noch einige ältere Lifte und Schlepplifte. Ob man dies als Nachteil ansieht, ist jedem Besucher selbst überlassen. Die 31 Anlagen können bis zu 65.000 Personen pro Stunde befördern.

Palinkopfbahn in Ischgl
Palinkopfbahn in Ischgl © TVB Paznaun - Ischgl

Die Anlagen in Ischgl laufen während des Winters von 8:30 bis 16:00 Uhr, in Sölden sind alle Anlagen von 9:00 bis 16:00 Uhr in Betrieb, einzelne Bahnen wie die Giggijochbahn starten schon ab 8:00 Uhr.

Wo ist der Skipass günstiger?

In der Hauptsaison zahlt man als Erwachsener für den Tagesskipass in Ischgl 50,50 Euro (mit Gästekarte, ohne 54,50 Euro), in Sölden 54,50 Euro. Der 6-Tagesskipass ist in Ischgl für 254,50 Euro (mit Gästekarte, ohne 298,50 Euro) erhältlich, in Sölden zahlt man 293,50 Euro.

Kinder bis Jahrgang 2004 bezahlen in Sölden 30 Euro für einen Tag, 161,50 Euro für sechs Tage. In Ischgl kostet der Kinderskipass für Kinder unter 17 Jahre 31,50 Euro bzw 152,50 Euro (mit Gästekarte, ohne 31,50 Euro bzw. 169 Euro), mit Gästekarte fahren zudem Kinder unter zehn Jahren in Begleitung eines Elternteils kostenlos.

Fazit: Die Skipasspreise in Ischgl sind günstiger, vor allem wenn man im Besitz einer Gästekarte ist. Diese erhält man bei Übernachtung vor Ort kostenlos vom Gastgeber.

Einblicke ins Skigebiet Ischgl

Wo kann ich besser parken?

In Ischgl stehen Tagesgästen zwei kostenlose Parkplätze zur Verfügung: der Silvrettabahn- und der Florianparkplatz. Außerdem gibt es vier kostenpflichtige Tiefgaragen, dort liegt der Tagestarif von 7:00 bis 19:00 Uhr bei 7 Euro.

In Sölden gibt es an den Talstationen der Giaslachkoglbahn und der Giggijochbahn jeweils ein kostenloses Parkhaus (in der Zeit von 8:00 bis 19:00 Uhr), eine weitere kostenlose Parkmöglichkeit befindet sich an der 2SB-Mittelstation. Beim Thema parken schlägt Sölden somit Ischgl.

Wo gibt es das bessere Alternativprogramm zum Skifahren?

Aqua Dome in Längenfeld
Aqua Dome in Längenfeld © AQUA DOME

Wer im Winterurlaub nicht nur Skifahren möchte oder bei schlechtem Wetter nach einem Alternativprogramm sucht, der findet in Ischgl unter anderem 73 km Langlaufloipen, über 60 km Winterwanderwege, eine 7 km lange Nachtrodelbahn, Schneeschuhwanderwege und einen Eislaufplatz im Ortszentrum von Ischgl. Als Museen locken das Mathias-Schmid-Museum, das Bauernmuseum in Mathon und das Museum der Silvretta Seilbahn AG. Bei schlechtem Wetter lohnt ein Besuch im Silvretta Center mit Erlebnisbad, Sauna und Kegelbahn.

In Sölden warten abseits der Pisten mehrere Rodelbahnen, davon eine mit Shuttledienst, knapp 50 km Winterwanderwege, drei Langlaufloipen (gemeinsam mit dem Ötztal sogar 143 km Loipen), ein Kunsteislaufplatz und die Freizeit Arena Sölden mit Badewelt, Sauna, Sporthalle und Fitnessstudio. Ein ganz besonderes Highlight ist der Aqua Dome Längenfeld, 15 km von Sölden entfernt. Die Therme bietet auf 22.000 m² zwölf Becken, eine Kinderwelt, eine Saunawelt und einen Wellnessbereich.

Wo gibt es das bessere Angebot an Hütten und Après-Ski?

Beide Skigebiete sind als Hotspots der alpinen Partyszene bekannt. In Ischgl und in Sölden locken zahlreiche Hütten, Schirmbars, Pubs und Bars Gäste an. Auf den Hütten im Skigebiet ist das Preisniveau in Ischgl - vielleicht durch die Nähe zum Schweizerischen Samnaun - etwas höher als in Sölden. Beim Après-Ski im Tal bieten beide Orte genügend Auswahl, ein eindeutiger Sieger lässt sich hier nicht bestimmen - es kommt wohl auf den Geschmack an.

Skifahrer beim Après-Ski in Ischgl
Après-Ski in Ischgl © TVB Paznaun-Ischgl

Fazit: Wer gewinnt den Vergleich - Sölden oder Ischgl?

Sowohl Sölden, als auch Ischgl gehören zu den Top-Skigebieten in Österreich mit einem großen Pistenangebot, moderner Infrastruktur und gutem Service drumherum. Dank der Weitläufigkeit findet man in Sölden eher eine leere Piste als in Ischgl, dafür sind die Preise etwas teurer. Ischgl besticht durch eine größere Anzahl an Pistenkilometer, dafür kann man in Sölden als Tagesgast kostenlos im Parkhaus parken. Welches Skigebiet man lieber mag, hängt von den persönlichen Präferenzen und Vorlieben ab - empfehlenswert sind auf jeden Fall beide!

Der Vergleich Sölden - Ischgl im Überblick

KategorieSöldenIschgl
Pistenkilometer146 km238 km
Liftanzahl (Förderkapazität pro Stunde)31 (65.000)45 (94.671)
SaisondauerAnfang Oktober bis Anfang MaiEnde November bis Anfang Mai
Höchster Punkt im Skigebiet3.340 m2.864 m
Preis Tagesskipass Erwachsener (HS)54,50 Euro50,50 Euro (mit Gästekarte, ohne 54,50 Euro)
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