Navigation überspringen (direkt zum Inhalt)

Vierschanzentournee 2016 / 2017

Tournee geht in die 65. Runde

Ende Dezember startet das prestigeträchtige Wettkampfspringen der Vierschanzentournee. In gewohnter Manier zeigen die Top-Skispringer vom 29. Dezember bis 6. Januar auf den vier Schanzen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen atemberaubende Sprünge.

Impressionen Vierschanzentournee

© vierschanzentournee
Peter Prevc

Tourneesieger 2015 / 2016

  1. Peter Prevc / SLO
  2. Serverin Freund / GER
  3. Michael Hayböck / AUT
  4. Kenneth Gangnes / NOR
  5. Stefan Kraft / AUT

Der Ablauf der Vierschanzentournee

Der Verlauf der Vierschanzentournee ist seit 1972/73 unverändert: Das Auftaktspringen findet in Oberstdorf auf der Schattenbergschanze statt, in diesem Jahr ist am 29. Dezember die Qualifikation, das Springen am 30. Dezember. Für das legendäre Neujahrsspringen begeben sich die Skispringer vom 31. Dezember bis zum 1. Januar nach Garmisch-Partenkirchen. Anschließend geht es grenzüberschreitend zur dritten Springen vom 3. bis 4. Januar nach Österreich nach Innsbruck auf die Olympiaschanze ins Bergisel-Stadion. Das Tour-Finale wird dann vom 5. bis 6. Januar beim Dreikönigsspringen von der Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen ausgetragen.

Infos Vierschanzentournee 2015 / 2016

Logo Vierschanzentournee
Logo Vierschanzentournee © OK Vierschanzentournee

Geschichte der Vierschanzentournee

Der Ursprung der Vierschanzentournee liegt im Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, das bereits seit 1921 durchgeführt wurde. 1949 entstand dann die Idee, das Springen zu einer Tournee auf vier verschiedenen Schanzen auszuweiten. Drei Jahre später wurde dann die Deutsch-Österreichische Springertournee gegründet.

Die erste Tournee wurde im Januar 1953 ausgetragen, Sieger wurde der Österreicher Sepp Bradl. Da die Veranstaltung ein großer Erfolg war, wurde direkt im Anschluss die nächste Tour geplant. In den kommenden Jahre stieg die Bedeutung der Springen immer weiter, gesteigert durch die öffentliche Aufmerksamkeit, die durch die TV-Übertragungen ab 1956 erreicht wurde.

Rekordsieger der Vierschanzentournee ist der Finne Janne Ahonen, der die Tournee fünf Mal für sich entscheiden konnte. Sven Hannawald aus Deutschland ist bisher der einzige Springer, der alle vier Springen einer Tournee gewinnen konnte. Das Kunststück gelang ihm bei der 50. Tournee im Jahr 2001/2002.

Wettkampfmodus

Die Springen der Vierschanzentournee unterscheiden sich im Modus von den anderen Weltcup-Springen. Gestartet wird im ersten Durchgang im K.O.-System, bei dem zwei Springer direkt gegeneinander antreten. Der Gewinner des Duells qualifiziert sich direkt für den zweiten Durchgang, außerdem erreichen die fünf besten Verlierer (die sogenannten „Lucky Loser“) die nächste Runde. Die Paarungen ergeben sich aus den Ergebnissen der Qualifikation vom Vortag. Dabei tritt der beste Springer der Qualifikation gegen den 50. Springer an, der 2. gegen den 49. und so weiter.

Im zweiten Durchgang wird dann wie bei anderen Weltcup-Springen in umgekehrter Reihenfolge gestartet: Der 30. des ersten Durchgangs zuerst, der beste Springer zuletzt.

Der Gesamtsieger der Tournee wird durch das Addieren der erreichten Punkte bei den vier Springen errechnet, Platzierungen oder Weltcup-Punkte sind nicht ausschlaggebend. Die Punkte setzen sich aus der Sprungweite, den Haltungsnoten, dem Windfaktor und einer möglichen Gate-Änderung im Laufe des Wettkampfs zusammen.

© Four Hills Tournament

Bild oben: Der Gewinner der Vierschanzentournee 2015/2016: Peter Prevc Copyright: Brigitte Waltl-Jensen, OK Vierschanzentournee