Crans-Montana, die Wiege des alpinen Rennsports, ist vom 1.-14. Februar 2027 Gastgeber der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften. Und das bereits zum zweiten Mal, denn schon im Jahr 1987, vor nunmehr 40 Jahren, fand hier eine Ski-WM statt.
Crans-Montana ist ein beliebter Winterurlaubsort im französischsprachigen Teil des Wallis. Bereits im Jahr 1911 fand hier das erste Abfahrtsrennen, seit vielen Jahren ist der Ort Teil des Weltcup-Kalenders.
Zuletzt erlangte Crans-Montana leider durch ein schlimmes Unglück weltweite Bekanntheit: In der Silvesternacht 2025/26 verloren bei einer der größten Feuerkatastrophen der Schweizer Geschichte 40 meist junge Menschen ihr Leben, als in einer Bar im Ort ein verheerendes Feuer ausbrach. Über 100 kämpfen noch heute mit den Folgen schwerer Verletzungen. Ein Unglück, das auch einen Schatten über die WM wirft.
Crans-Montana hat als Weltcuport Tradition, 1987 fanden hier bereits die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften statt – 40 Jahre später sind die Besten der Besten wieder zu Gast.
Die WM-Rennen finden auf den beiden Strecken Mont Lachaux und Nationale statt, die beiden im selben Zielstadion ankommen.
Innerhalb der zwei WM-Wochen werden insgesamt elf Rennen ausgetragen: Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Team-Kombination jeweils bei den Damen und Herren, dazu noch das Team-Event als erstes Rennen.
Auf der Piste „Mont Lachaux“ finden die Frauenwettbewerbe (Abfahrt, Super-G, Slalom und Teamkombination) sowie die Slalomwettbewerbe der Männer statt. Diese Piste hat sich bereits bei den FIS-Alpin-Weltmeisterschaften 1987 durch ihren selektiven und technisch anspruchsvollen Charakter einen Namen gemacht. Die Piste wurde 2010 komplett umgestaltet und wird jedes Jahr für den Frauen-Weltcup genutzt, vor allem für Speed-Rennen. Ihr Ruf ist unverändert geblieben: Die Mont Lachaux ist eine sehr anspruchsvolle Piste, fast vergleichbar mit den Strecken von Kitzbühel und Wengen im Herren-Weltcup. Der untere Teil der Strecke, auf dem die Slalomrennen ausgetragen werden, ist bei den Athleten wegen seiner Komplexität besonders beliebt. Und das Publikum kann den gesamten letzten Abschnitt vom Zielbereich aus hervorragend verfolgen.
Auf der „Nationale“-Piste finden die Rennen der Herren (Abfahrt, Super-G, Riesenslalom) sowie der Riesenslalom der Damen statt. Die Piste ist für ihre hohen Anforderungen bekannt und weist dasselbe Profil auf wie bei den Weltmeisterschaften 1987, mit einer Länge von 3.670 m und einem Höhenunterschied von 981 m. Die Nationale wurde 2007 komplett umgestaltet und kam 2008 sowie 2010 für den Damen-Weltcup und 2012 für den Herren-Weltcup zum Einsatz. Bei dieser Gelegenheit bezeichnete Bernhard Russi, Olympiasieger und Pistenkonstrukteur, sie als „die schönste Super-G-Piste der Herren“. Der Start für die Herenabfahrt liegt auf 2.514 Meter Höhe und damit rund 300 Meter oberhalb des Starts der Damenabfahrt.
Besucher können Tickets für die Barzettes-Tribünen (Crans-Montana und Valais), die Vermala Area (Bereich am Zielschuss) und Tickets für spezielle Bereiche (2006 Area und Houlès Area) neben den Pisten erwerben.
Die Preise variieren je nach Tag und Rennen. Für die Areas an der Piste sind Tickets für Erwachsene ab 20 CHF zu haben, für die Vermala Area ab 50 CHF und Tribünentickets starten bei 80 CHF.